Jeschua, unser Passalamm

Heute Abend versammeln sich jüdische Familien auf der ganzen Welt, um das Passafest zu feiern. Bei diesem biblischen Fest versetzt man sich zurück in die Zeit als Israel in Ägypten versklavt war und durch Gottes übernatürliches Einwirken befreit wurde.

Eine besondere Rolle spielt bis heute das Passalamm, auch wenn dieses seit der Zerstörung des Tempels nur noch durch einen Knochen auf dem Sederteller symbolisiert wird.

Die Israeliten sollten ein einjähriges männliches Lamm aussuchen, das makellos war, es vier Tage im Haus behalten, um es dann zu schlachten. (2. Mose 12) In erster Linie war es weder ein reines Opfer für den Herrn noch einfach zum Abendessen gedacht. Das Blut des Lammes war der Grund. Es hatte eine (über-)lebenswichtige Funktion!

Jeder Haushalt sollte das Blut des Lammes an die Türpfosten streichen und so würde der Todesengeln in der Nacht vorübergehen und bei der zehnten Plage, der Tötung der Erstgeborenen, jedes Haus verschonen, welches durch das Blut des Lammes gekennzeichnet war. Vorübergehen auf Hebräisch „passach“ פסח, ist die Bezeichnung für das Lamm, „es ist des Herrn Passa“ (2. Mose 12,11) und für das ganze Fest.

Als Johannes, der Täufer, Jesus vorübergehen sah, sprach er: „Siehe, das ist Gottes Lamm!“ (Joh 1,36) Er erkannte, wer Jesus wirklich war: Das Passalamm Gottes.

Jesus war makellos, er war nicht nur von Menschenhand ausgesucht, sondern Gott, der Vater, selbst, hatte ihn als reines, makelloses Opferlamm ausgewählt.

Wie das Passalamm, so weilte Jesus eine Zeit lang sozusagen im Haus der Familie, indem er unter seinem Volk lebte und wirkte.

Und schließlich wurde er zum Opferlamm, dessen kostbares Blut denen Leben schenkt, die an ihn glauben. Denen, die sein Blut an ihre Herzenstüren streichen. Wer an Jesus glaubt, an dem wird der Todesengel vorübergehen. Wer an Jesus glaubt, wird im Gericht nicht verurteilt, sondern gerechtfertigt.

Jesus, das Lamm Gottes, ging unseretwegen ans Kreuz: „Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53,5)

Wir alle haben seine Erlösung nötig! Wir alle sind auf sein Blut angewiesen. Gott möchte uns durch Jesus aus dem Ägypten unserer Sünde herausführen.

In Jesaja 53,7 wird der leidende Messias mit einem Lamm verglichen:

„Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.“

Durch Jesu Opfer wurde nicht nur der Todesengel abgewehrt, sondern der Tod selbst ein für allemal besiegt! Jesus stand am dritten Tag von den Toten auf und nahm als Lamm Gottes, den Ehrenplatz zur Rechten Gottes auf dem Thron ein!

So werden die Gläubigen einmal gemeinsam in das Lied aus Offenbarung 5,12 miteinstimmen:

„Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.“

Beit Sar Shalom wünscht ein frohes Passafest und fröhliches Ostern in der Gewissheit dieses Zuspruchs aus 1. Korinther 5,7:

„Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist der Messias, der geopfert ist.“

 

Deborah Sommer