Sukkot (Laubhüttenfest, Fest des Einbringens der Ernte, Zeit unserer Freude)

Datum: 04.-11. Oktober 2012

Jüdische Bräuche:

Familien halten sich in Laubhütten auf – behelfsmäßig erstellte Hütten aus Zweigen mit Blättern -, um uns an Gottes Schutz während der Wanderung in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten zu erinnern.

Arba’at HaMinim (Die 4 Arten): Etrog (eine in Israel beheimatete Zitrusfrucht), Lulaw (Palmenzweig), Hadas (Myrtenzweig) und Arawa (Weidenzweig) werden zur Anbetung und zum Segnen der Laubhütte benutzt. Mit der Zitrusfrucht in der linken Hand und den anderen gebündelt in der rechten Hand wird ein Segensspruch in der Sukka (Laubhütte) rezitiert, und der Strauß wird nach Osten, Süden, Westen, Norden zum Himmel und zur Erde geschwenkt als Symbol dafür, dass Gottes Gegenwart überall ist. Dieser Brauch geht zurück auf 3. Mose 23,40.

Uschpisin (Aramäisch “Gäste”) — Gastfreundschaft ist eine Tradition zu Sukkot; man besucht einander in der Sukka und isst zusammen.

Lesung aus dem TaNaCH:
3. Mose 23,33-36; 39-43; 4. Mose 29,12-34; 5. Mose 16,13-15; Esra 3,1-4; Nehemia 8,14-15

Lesung aus dem Neuen Testament:
Die Ereignisse in Johannes Kapitel 7 und 8 geschahen vor und während des Laubhüttenfestes.

Messianische Bedeutung:
Die Betonung des Einbringens der Ernte an Sukkot ist ohne Zweifel gebunden an die Erfüllung der Verheißung des messianischen Königreiches (Sacharja 14,16-19). Darüber hinaus wird das Thema der schützenden Stiftshütte Gottes besonders deutlich ausgedrückt in Offenbarung 21,3: “… Siehe, die Hütte / das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen…”