Der Anf├Ąnger und Vollender des Glaubens

Hebr├Ąer Kapitel 12 beginnt mit einer Aussage, die sich auf die gro├če “Ruhmeshalle der Glaubenden” in Kapitel 11 bezieht: “Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben“. Der Schreiber des Hebr├Ąerbriefes nutzt ein Ereignis aus dem Sportbereich, um das christliche Leben mit einem Marathon zu vergleichen. Wegen dieses Bildes interpretieren einige Leute die Wolke der Zeugen als Zuschauer, die unseren Marathonlauf in irgendeinem Engelsstadion zusammen mit unseren verstorbenen, gl├Ąubigen, geliebten Menschen beobachten.

Dies ist nicht der Fall. Vielmehr sind diese Heiligen “Zeugen”, nicht weil sie gerade unser Leben bezeugen, sondern weil ihr Leben uns ein Zeugnis ihres Glaubens an Gott ist. Der Gebrauch des Begriffs “Wolke” ist faszinierend, da diese Zeugen zu diesem Zeitpunkt ohne auferstandene K├Ârper sind.

Nach Daniel 12,2, warten diese alttestamentlichen Heiligen auf die Auferstehung ihrer K├Ârper beim zweiten Kommen des Messias. Mit dieser gro├čen Wolke von Zeugen, die uns umgibt und uns durch ihren Glauben ermutigt, sollen wir die S├╝nde ablegen “die S├╝nde, die uns umstrickt”. Eine Belastung ist nicht unbedingt S├╝nde, sondern alles, was uns belasten und den Lauf des Rennens effektiv behindern k├Ânnte.

Vor vielen Jahren druckte Moody Monthly eine Karikatur, die auf den Punkt brachte, was der Schreiber des Hebr├Ąerbriefes hier sagt. Es war das Bild eines L├Ąufers, der versucht, mit zwei gro├čen Koffern zu laufen. Gl├Ąubige werden manchmal versuchen, ihr christliches Rennen zu laufen, w├Ąhrend sie gleichzeitig ihr Gep├Ąck aus der Vergangenheit festhalten. Um unser Rennen effektiv zu laufen, m├╝ssen wir unser Gep├Ąck zur├╝cklassen. Wir m├╝ssen auch “die S├╝nde, die uns umstrickt, ablegen”. Die j├╝dischen Gl├Ąubigen, die diesen Brief erhielten, liefen Gefahr, den Glauben zu verlassen. Es war wie der Versuch, ein Rennen mit zusammengebundenen Laufschuhen zu laufen ÔÇô die eigentliche Bedeutung des Wortes “umstrickt”.

Der Schreiber f├Ąhrt fort: “Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist“. Er stellt sich vor, das Leben des Gl├Ąubigen sei ein Marathon, nicht ein Hundert-Meter-Sprint, und sagt uns, wie wir dieses Rennen gut beenden k├Ânnen. Ein Marathonl├Ąufer muss seinen Laufrhythmus so einteilen, dass er genug Ausdauer hat, um das Ziel zu erreichen.

Ich erinnere mich, einmal den New York Marathon im Fernsehen gesehen zu haben, als ein unbekannter L├Ąufer die F├╝hrung ├╝bernahm. Er blieb einige Kilometer vorne, aber schlie├člich schlossen die anderen L├Ąufer auf und ├╝berholten ihn. Er war nicht mit Ausdauer gelaufen; er hatte seinen Laufrhythmus nicht richtig eingeteilt.

In Hebr├Ąer 12:2 ermahnt uns der Schreiber, so zu laufen, dass wir dabei “unsere Augen auf Jesus richten” und indem wir so unsere Augen auf das Ziel gerichtet halten, gut abzuschlie├čen. Jeschua (Jesus) muss unser prim├Ąres Vorbild an Ausdauer sein. Mit der Bezugnahme auf Jeschua betont der Verfasse die Menschlichkeit unseres Herrn, besonders in Bezug auf seine Ausdauer in den Schmerzen, der Dem├╝tigung und der Schande des Kreuzes. Der Autor des Hebr├Ąerbriefes beschreibt diese Herausforderungen jedoch als “die Freude, die vor Ihm liegt”. Die gro├če Freude, die Jesus erlebte, war die Freude der gehorsamen Unterwerfung unter den Willen Seines Vaters. Er vollendete sein Rennen siegreich “und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt”. Dies Bild von Ihm, der zur Rechten seines Vaters sitzt, impliziert eine Zeit der Ruhe, die auf die Erf├╝llung Seines Auftrages folgt: die Erl├Âsung der Menschheit durch Seinen Tod, sein Begr├Ąbnis und seine Auferstehung.

Zu guter Letzt sagt der Schreiber des Hebr├Ąerbriefes in Kapitel 12, Vers 3 als weiteres Mittel der Ermutigung, und auch, um einen Einblick in die K├Ąmpfe dieser besonderen j├╝dischen Gl├Ąubigen zu geben: “Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den S├╝ndern erduldet hat“. Sie sollten ├╝ber Jesus und das Kreuz meditieren, damit sie die H├Ąrte ihres eigenen Glaubenskampfes nicht ├╝berbewerten. Indem sie das taten, w├╝rden sie “nicht m├╝de werden und nicht den Mut verlieren.”

Von Chosen People Ministries

 

 

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