Das Feuer im Inneren entz├╝nden – Sukkot feiern wie nie zuvor!

 

 

Das Fest von Sukkot ist eine ganz besondere Zeit der Danksagung, des Lobpreises, des Gebets und der gro├čen Freude vor dem Herrn! Sukkot kr├Ânt die Feste des Herrn, der Moedim, festgelegte Zeiten, so wie der Schabbat eine Krone der Woche und ihr kr├Ânender Abschluss ist. Wenn man von Pessach aus durch den trockenen Sommer geht, ist die Vorfreude auf physischen Regen gro├č, der Gottes Segen ist, um das Leben fortzusetzen und zu bewahren und die reiche Ernte zu sichern, aber es ist auch eine Zeit f├╝r die Erwartung der g├Âttlichen Offenbarung und der Erfrischung der ewigen Seele. Es liegt ein Gef├╝hl von Frische und Sehnsucht in der Luft, so wie wir darauf warten, dass etwas Gro├čes um uns herum geschieht! Mit all diesem Rausch und Hype betreten wir Gottes Sukka – Tabernakel, in der Hoffnung auf einen frischen Wind und einen himmlischen Regen, der unsere durstigen Seelen l├Âscht.

Jeder Tag von Sukkot war ein Ausdruck der Freude und des Feierns. Wir lesen in 5. Mose 16,14: “Und du sollst fr├Âhlich sein an deinem Fest…” Aber der siebte Tag war ein gro├čer H├Âhepunkt und war wie nichts, was Sie zuvor gesehen haben. Das Ereignis, von dem ich spreche, ist eine fr├Âhliche Wasserzeremonie, die auf Hebr├Ąisch “Simchat Beit Ha’Shoevah” genannt wird und die w├Ąhrend der zweiten Tempelperiode in Jerusalem stattfand. Als der Tempel stand, schloss jedes Opfer die Weintr├Ąnke auf dem Altar ein, aber an Sukkot wurde in einer besonderen Zeremonie auch Wasser ├╝ber den Altar gegossen. Es war die fr├Âhlichste Zeit mit Musik, Tanz und Gesang die ganze Nacht hindurch.

Bei Tagesanbruch gingen die Priester und Leviten zum Shiloach-Strom an der S├╝dseite des Tempelbergs hinunter und sch├Âpften frisches Wasser, um es nach dem t├Ąglichen Morgenopfer auf den Altar zu gie├čen. Ihre Ankunft im Tempel wurde mit Trompetenst├Âssen begr├╝sst. Der Talmud beschreibt die Feierlichkeiten des Simchat Beit Haschojewa: Die Priester entz├╝ndeten Feuer an gro├čen Kerzenleuchtern und erhellten Jerusalem, als ob es mitten am Tag w├Ąre. Chassidische Meister erkl├Ąrten, dass das Wasserfest eine Freude bedeutet, die durch eine so tiefe und wahre Verbindung zu Gott hervorgerufen wird, dass es, wie Wasser, keinen beschreibbaren Geschmack hat. Und wie Wasser erh├Ąlt es alles Leben. Im Talmud hei├čt es zu Recht, dass wir, wenn wir dieses Wassersch├Âpfungsfest nicht gesehen haben, nie Freude in unserem Leben gesehen haben.

Warum ist die Freude ├╝ber das Wasser so gro├č? Wein schmeckt viel besser und angenehmer f├╝r unseren Geschmack. Aber f├╝r einen durstigen Mann ist ein Glas Wasser viel schmackhafter als der k├Âstlichste Wein, sogar der israelische Wein! Im spirituellen Sinn, wenn die Seele “Durst” nach Gott erf├Ąhrt, wenn sie erkennt, wie lebenswichtig ihre Verbindung und Beziehung zu Gott f├╝r ihre Existenz ist, dann wird dieses geschmacklose Wasser zum Fest f├╝r die Sinne.

Vielleicht ist es das, was unser Meister und Herr Jeschua meinte, als er unmittelbar nach dieser Zeremonie, am letzten Tag von Sukkot, schrie: “Wen da d├╝rstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Str├Âme lebendigen Wassers flie├čen.” (Johannes 7, 37-38)

Wir sprachen ├╝ber das Lichtspiel im Tempel. Die vier hoch aufragenden Menorahs wurden beleuchtet. In diesem Zusammenhang erinnern wir uns an die Worte Jeschuas, der sich als das Licht der Welt offenbarte (Johannes 8,12). Das Fest von Sukkot gibt uns Hoffnung und bereitet uns darauf vor, unserem K├Ânig der K├Ânige und Herrn der Herren zu begegnen, wenn er seinen Tabernakel unter uns, seinem Volk, errichtet und seinen Willen und seine Absichten erf├╝llt, um inmitten seiner Sch├Âpfung zu wohnen!

Von Evgeni Ivanov

 

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