Das war STEP 2020

Trotz Corona gab es dieses Jahr 19 Teilnehmer bei STEP vor Ort in Berlin – und weitere 6 Teilnehmer nahmen online über Zoom teil!

Während morgens fleißig studiert wurde, ging es nachmittags raus auf die Straßen Berlins, um das Evangelium zu verkünden – den Juden und auch allen anderen! Die Online-Teilnehmer arbeiteten in der Zwischenzeit an evangelistischen Videos, mit denen wir über das Internet Juden mit dem Evangelium erreichen können.

In der ganzen Woche gab es 304 evangelistische Gespräche über Jeschua, davon waren 19 Gespräche mit jüdischen Menschen. 23 Personen möchten weiter mit uns in Kontakt bleiben und mehr über den Glauben erfahren. 2 Personen haben ihr Leben Jeschua übergeben – davon können Sie auch unten genauer lesen!

Wir preisen Gott für diese fruchtbare Zeit und beten, dass er auch weiterhin allen Menschen nachgeht, die in dieser Zeit in Kontakt mit dem Evangelium gekommen sind!

Doch lesen Sie nun selbst einige Zeugnisse von den Straßeneinsätzen:

Montag – 6. Juli 2020

“Am Montagnachmittag gab ich ein Traktat einem jungen Mann. Er kam aus Jerusalem und erzählte gleich, dass er eine jüdische Mutter hat und einen moslemischen Vater, er selbst glaube an nichts. Ich konnte ihm ein jüdisches Neues Testament schenken und ihn ermutigen, seine jüdischen Wurzeln zu entdecken. Ich rief Brigitte zu unserem Gespräch hinzu, die auch Hebräisch spricht. Es war eine fröhliche Begegnung mit diesem jungen Mann. Gerne gab er seine Kontaktdaten und möchte mehr Informationen über Jeschua haben.”

“Am Montag in der Wilmersdorfer Straße kamen serbische, persische, und asiatische Menschen vorbei. Als letzte Person kam ein Jude, der in Beer Shewa aufgewachsen ist und jetzt mit seiner deutschen Frau in Berlin lebt. Er nahm das evangelistische Heft Lechaim (Zum Leben) mit. Ich hatte mich sehr gefreut, dass Gott noch einen Juden gesandt hat!”

Der erste Tag war ein guter Tag und auch der Regen hielt sich in Grenzen. Wir hatten vielen Gespräche und trafen Araber, Pakistanis, Kurden, Perser, Palästinenser, Deutsche und auch 3 Juden. Ein junger jüdischer Mann, der nicht religiös ist (sein Vater ist Araber und die Mutter Jüdin) war sehr offen.
Auf dem Rückweg zur Missionsbasis am Abend fing es stark an zu regnen und wir sahen einen wunderschönen Regenbogen. Hallelujah!

Dienstag – 7. Juli 2020

“Eine Frau, die privat Podcasts ins Internet stellt, wollte uns am Dienstag interviewen, ob oder warum uns die Arbeit Spaß macht. “Es gibt nichts Besseres!”, erklärte ich ihr und gab ihr Zeugnis davon, was Jesus für uns getan hat und wie erfüllend es ist, für Ihn zu arbeiten. Am Ende lud ich sie ganz direkt ein, auch an IHN zu glauben.”

“Am Alexanderplatz konnten wir vielen das Evangelium sagen. Zuerst einer Jüdin, dann Muslimen, indischen Studenten, einer kurdischen Familie, einer Katholikin und einer Kroatin. Mit 2 jungen Muslimen haben wir gebetet. Sie waren sehr offen. Wir gaben ihnen das Neue Testament, eine Broschüre und ein Traktat.”

“Ich habe 2 polnische Männer getroffen. Ich sagte “Gott liebt Polen und ich auch“. Sie freuten sich sehr und waren sehr offen.Ich konnte Ihnen 2 Flyer mit Zeugnis von Jesus geben. Betet doch , dass sie gerettet werden.”

“Am Kurfürstendamm /Ecke Uhlandstr. hielt ein Teenager an (spanischer Hintergrund) auf die Frage: “Kennst Du Jesus?” und antwortete: “nach den Schulferien muss ich ein Referat über Jesus halten”. Er nahm gerne zwei Flyer mit. Eine junge Frau bekannte, dass sie an Jesus glauben würde. Sie glaubt aber nur für sich, ohne Gemeinde. Ich empfahl ihr in eine christliche Versammlung gehen. Daraufhin ließ sie ihre Kontaktdaten da.”

Mittwoch – 8. Juli 2020

“Wir hatten am Mittwoch gerade unseren Büchertisch aufgestellt, als ein älterer Herr an Krücken sehr schlecht laufend an uns vorbei ging. Ich lief zu ihm hin und sah nun wie krank er aussah. Ich sagte ihm: “Jesus liebt Sie. Möchten Sie Jesus in Ihr Herz einladen und IHN um Vergebung Ihrer Sünden bitten?” Er sagte sofort : “Ja.” Ich konnte ihn im Gebet leiten und durfte noch für ihn beten. Zum Abschied habe ich ihn ermutigt, immer Jesus um Hilfe zu bitten und konnte ihm noch eine Bibel mit auf seinen Weg geben.”

“Am Mittwochnachmittag kam am Ende des Tages ein junger jüdischer Mann an den Stand. Er hatte auch als Kind die jüdische Tradition kennengelernt und hatte viele Fragen. Wir konnten mit ihm sprechen, einige Fragen beantworten und ihm auch Informationsmaterial mitgeben. Bitte beten Sie weiter für ihn!”

Donnerstag – 9. Juli 2020

“Am Donnerstag hatte Gott etwas ganz besonderes vorbereitet: Eine Gruppe positionierte sich wieder am Joachimsthaler Platz. Dort ganz in der Nähe gibt es eine Synagoge, in welcher gerade an diesem Tag eine Beschneidungsfeier stattfand. Dadurch waren viele jüdische Menschen auf dem Joachimsthaler Platz unterwegs. Unsere Teilnehmer konnten spannende Gespräche über Jeschua führen und einige Juden hatten sogar Interesse daran, weiter mit uns in Kontakt zu bleiben – um mehr über den Glauben an Jeschua zu erfahren!”

“Wir haben am Stand auf dem Alexanderplatz gesungen und den Namen Jeschua proklamiert. Dabei hatten wir wirklich große Freude! Dann haben wir uns verteilt auf dem Platz, um mit Menschen zu sprechen. Ich durfte eine obdachlose Frau zum Herrn führen. Hallelujah!”

Freitag – 10. Juli 2020

Bei unserem Einsatz am Hackeschen Markt ist mir ein Mann aufgefallen, der alleine auf einer Mauer saß. Ich sprach den Mann an. Wir hatten Kärtchen geschrieben mit dem Psalm 34,9: Schmecket und sehet, wie gütig der Herr ist – und ein Bonbon dabei. Dieses gab ich ihm. Er war sehr erfreut und es entwickelte sich ein Gespräch. Es stellte sich heraus, das dieser Mann seit 10 Jahre in Berlin wohnt und immer noch nicht mit den Berliner warm geworden ist. Ich erklärte ihm daraufhin, dass wir sowieso hier keine bleibende Stadt haben. So kamen wir auf Gott und Jesus. Er meinte daraufhin, wenn er Ermutigung brauche, dann gehe er in die Synagoge, da er den jüdischen Glauben hätte. Ich sprach mit ihm über seinen Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dass es auch der Gott sei, an den ich glaube. Er fragte mich, ob ich auch schon in Israel gewesen sein und ich erzählte ihm, dass ich schon öfter dort war und es immer wieder erstaunlich ist, zu sehen wie Gott zu Seinem Wort steht, der Staat Israel wieder existiert und Gott Sein Volk nach Hause holt. Ein Beweis für Gottes Existenz und Seine Treue, vor allem zu Seinem Volk. Der Mann wirkte nachdenklich und meinte dann, vielleicht solle er auch mal wieder nach Israel, er wäre schon 25 Jahre nicht mehr da gewesen und hätte ja sogar eine Unterkunft, die auf ihn wartet. Ich konnte ihn sehr ermutigen diese Reise zu wagen, auch die Reise zu seinem Gott. Auf meine Frage hin, ob er sich gerne mehr informieren möchte, war er sehr interessiert und ich konnte ihm die Kontaktdaten von Beit Sar Shalom geben und er meinte, dass er sich das sicher mal anschauen wird.”

“Während der Evangelisation am Alexanderplatz trafen wir ein junges, offerbar verliebtes Paar. Es stellte sich heraus, dass er ein Afgane muslimischen Glaubens war und sie eine Jessidin aus dem Irak. Ihr Dilemma war, dass Ihre Familien Ihnen eine Hochzeit verboten hatten. Sie waren offen für die Botschaft von Yeshua und hörten, was wir für gute Nachrichten wir brachten, sie nahmen gerne Literatur. Am Ende gestanden sie uns, dass sie trotzdem heiraten möchten. Es erinnerte an Romeo und Julia – mögen sie das Beste finden: den Messias!”

“An unserem letzten Einsatztag hatten wir unseren Einsatz auf dem Alexanderplatz in Berlin.
Ich war begeistert: Die Gespräche über Jesus rissen nicht ab und unsere Traktate wurden gerne genommen.
Ich hatte gerade ein Gespräch beendet und mein Blick fiel auf einen Mann, der auf einer Steinbank am U-Bahn Ausgang saß und ging auf ihn zu. In diesem Moment drückte mir eine unserer Seminarteilnehmerinnen ihre Traktate in die Hand, weil sie kurz was einkaufen wollte. Es waren Traktate mit dem Titel Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Als ich den Mann, der auf der Steinbank saß, erreichte, schenkte ich ihm dieses Traktat. Er freute sich und sagte, dass er schon lange auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Und genau das war auch mein Thema gewesen, als ich ein kleines Mädchen war. So hatten wir eine gemeinsame Gesprächsbasis. Ich konnte ihm kurz mein persönliches Glaubenszeugnis sagen und ihm den Weg der Erlösung mitteilen. Ich hab ihn gefragt, ob er Jesus in sein Herz einladen möchte. Er sagte: Ja. Ich holte das Einladungsgebet heraus und er fotografierte es ab. Er sagte, dass er es am Abend zu Hause sprechen möchte.
Wir gingen zusammen zum Büchertisch und ich gab ihm ein NT. Gerne gab er uns seine Kontaktdaten.”

Das Beste kommt zum Schluss: Als wir unsere Evangelisation am Alex beendet hatten, ging ich zu meinem Fahrrad und wurde auf einen kleinen Auflauf von jungen Menschen aufmerksam. Ich fragte 3 Mädchen, was denn hier los sei. Sie erklärten mir, dass dort ein Youtuber ist, der in ihren Kreisen recht bekannt sei und mit dem viele anscheinend Selfies machen wollten. Es kamen 4 Jungen um die 14/15 Jahre dazu und fragten mich, was ich denn hier mache. Sie waren alle sehr nett und ich erklärte ihnen, dass ich über Jesus spreche. Daraufhin wurde ich mit Fragen gelöchert und konnte mit ihnen sehr offen über Yeshua sprechen. Zum Abschluss durfte ich noch für sie beten und sie segnen. Wow, was für eine Freude! Danke Yeshua!”

Einige Eindrücke von STEP 2020:

Persönliches Zeugnis von Jutta aus Köngen (bei Stuttgart):

“Ich bin in einer traditionellen evangelischen Familie aufgewachsen. Es wurde nicht viel über die Nazizeit gesprochen und schon gar nicht über den Holocaust. Durch die Schule habe ich mehr über diese schreckliche Zeit erfahren. Aber es war Geschichte. Im Konfirmanden Unterricht bekam Jesus nicht den Raum, der dem Könug der Juden und seinem Volk gebührt hätte. Ich bekam keinen Bezug dazu.
Dann begegnete ich Jesus und damit änderte sich alles. Bei einem Heilungsseminar wurde mir unsere Schuld am jüdischen Volk bewußt. Im Gebet bat ich Jesus um Vergebung. In der Gebet- und Seelsorgeschule ging es um generationsübergreifende Sünde. Ich erkannte in der Aufarbeitung meiner Geschichte die Schuld meiner Familie während der Nazizeit. Bei einer Jüdin in der messianischen Gemeinde bekannte ich und bat um Vergebung.
Dadurch wurde ich frei für die Liebe und Freude zum jüdischen Volk und Israel. Ich bekam eine andere Sicht. Vor allem, dass Jeschua der König der Juden ist und sein Volk liebt. Das ist so eine Freude für mich. Ich danke Jesus, dass er mit mir diesen Weg in die Wahrheit ging. Ihm alle Ehre!”