Der Dienst Jeschuas an seinen BrĂŒdern

Obwohl der HebrĂ€erbrief an alle GlĂ€ubigen gerichtet ist, war die ursprĂŒngliche Adressatengruppe vermutlich eine Gruppe frĂŒher jĂŒdischer Nachfolger Jeschuas. Der Autor des Briefes zeigt die Überlegenheit Jeschuas verglichen mit allen irdischen und himmlischen MĂ€chten auf, so etwa auch seine Herrlichkeit, die die der Engel ĂŒbersteigt. Das ist der Grund, warum Jeschua entschieden hat, mit dem „Samen Abrahams“ in Verbindung zu treten anstatt die Gestalt eines Engels anzunehmen:

„Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern der Kinder Abrahams nimmt er sich an. Daher musste der Sohn in allem seinen BrĂŒdern gleich werden, auf dass er barmherzig wĂŒrde und ein treuer Hohepriester vor Gott, zu sĂŒhnen die SĂŒnden des Volkes. Denn da er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.“

(Hebr 2,16-18.).

 

  1. Die jĂŒdische Herkunft des Messias (Hebr 2,16)

WĂ€hrend er auf Erden wandelte, wurde Jeschua Teil der jĂŒdischen Gemeinschaft, sowohl in Synagogen als auch im Jerusalemer Tempel (Mk 1,21; Mt 26,55 u.a.). In jeder Hinsicht hat Jesus sich mit der jĂŒdischen Gemeinschaft identifiziert.

Der Autor des HebrĂ€erbriefes zitiert drei Passagen aus dem Tanach (der HebrĂ€ischen Bibel), um verstĂ€ndlich zu machen, wie der Messias sich mit seinem Volk identifiziert. Zuerst zitiert er Ps 22,23: „Ich will deinen Namen kundtun meinen BrĂŒdern, ich will dich in der Gemeinde rĂŒhmen.“ Damit zeigt er, dass Jeschua treu den Vater gegenĂŒber seiner jĂŒdischen Familie offenbart (Hebr 2,12).

Danach zitiert er Jes 8,17: „Und ich will hoffen auf den HERRN, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakob, und will auf ihn harren.“ Hier sieht Jesaja sich selbst als ein Teil des treuen Volkes Israels, das auf das Eingreifen Gottes und seine Rettung harrt (Hebr 2,13).

Und schließlich schneidet der Autor noch ein weiteres Zitat an: „Siehe, hier bin ich und die Kinder, die mir der HERR gegeben hat als Zeichen und Weissagung in Israel vom HERRN Zebaoth, der auf dem Berge Zion wohnt.“ (Jes 8,18). Damit drĂŒckt er aus, dass der Messias, ebenso wie Jesaja, sich mit seinen zahlriechen „Kindern“ identifiziert (Hebr 2,13).

 

  1. Der Messias: der große Hohepriester (Herb 2,17f.)

In Hebr 2,17 taucht zum ersten Mal die Bezeichnung „Hohepriester“ auf. Kein anderes neutestamentliches Buch gebraucht diesen Titel fĂŒr Jeschua. Also wird uns hier der zentrale Gedanke des HebrĂ€erbriefes vorgestellt.

In dieser Schrift entdecken wir, dass Jeschuas hauptsĂ€chliche Berufung die des Priesters ist, der zwischen Gott und Menschheit vermittelt. Die SĂŒnde hat einen Graben geschlagen zwischen den Menschen und Gott, aber Jeschuas Wer stellt diese Beziehung wieder her.

In Hebr 2 werden wir mit dem Gedanken konfrontiert, dass Jeschua unser Hohepriester ist. Der Autor greift das Thema wieder in Hebr 7 und 8 auf. Kein anderes Buch in der ganzen Bibel erlĂ€utert so ausfĂŒhrlich wie der HebrĂ€erbrief die Priesterschaft des Messias.

Als der große Hohepriester ist Jeschua sowohl gnĂ€dig als auch treu (Hebr 2,17).

Jeschua, der Messias, ist ein barmherziger Hohepriester, er ist reich an Erbarmen, MitgefĂŒhl, Gnade und VerstĂ€ndnis in all unserem Leid. Er ist treu darin, uns alle Gaben Gottes zu schenken.

Er achtet auf unsere Ängste, TrĂ€nen und Leiden. Niemand könnte uns besser als er ermutigen und unsere Hand ergreifen, wenn wir schwach, traurig und erschöpft sind.

 

  1. Der Messias Jeschua setzt seinen Dienst als Hohepriester fĂŒr uns fort von seinem himmlischen Thron

Was Jeschua vollbracht hat auf Golgotha, ist ein vollendetes Werk, aber sein Wirken in unserem Leben geht weiter, indem er sich fĂŒr uns einsetzt und spricht. Als ein „Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“ (Jes 53,3 ELB) ist Jeschua in der Lage, die zu retten, die in Versuchung sind, weil er ihre Sorgen kennt und versteht.

Unser Herr Jeschua ist der große Hohepriester der Himmel. Und er ist wĂŒrdig, dass wir unser ganzes Vertrauen in ihn setzen und uns ihm hingeben. Leg Dein ganzes Vertrauen und Deinen ganzen Glauben auf Jeschua – und gib Deinem Retter dein Leben hin!