Die Weihnachtsgeschichte beginnt in 1. Mose

Lieber Freund,

Schalom und fr├Âhliche Weihnachten und ein gesegnetes Chanukka w├╝nsche ich dir!

Im Dezember feiern wir zwei gro├če Feste der Befreiung und Freude. Das eine davon wird von Christen gefeiert, das andere von Juden. Und bisweilen vermischen sich auch beide Traditionen, so sieht man beispielsweise gelegentlich einen mit Davidstern geschm├╝ckten Weihnachtsbaum oder in j├╝dischen Haushalten einen sogenannten ÔÇ×Chanukka-BuschÔÇť.

Gerade bei interreligi├Âsen Ehen kommt es h├Ąufig zu solchen Vermischungen, um den Kindern zuliebe die Spannungen m├Âglichst gering zu halten. Seltener begegnet man hingegen dem Verst├Ąndnis, dass es sich bei Weihnachten letztlich um ein j├╝disches Fest handelt und Chanukka seine vollkommene Erf├╝llung in Jeschua, dem Messias und Licht der Welt, findet.

Du kannst mir glauben, dass es nicht leicht ist, gl├╝hende Anh├Ąnger je einer der beiden Tradition von der obigen These zu ├╝berzeugen. Wenn sie jedoch erst einmal als wahr erkannt worden ist, spendet sie beiden Festen umso gr├Â├čere Bedeutung und Freude. Das m├Âchte ich gerne erl├Ąutern, indem ich uns noch einmal an die Geschichte der beiden Feiertage erinnere. Beginnen wir mit Weihnachten.

Die Weihnachtsgeschichte beginnt im Erste Buch Moses

Wo beginnt die Weihnachtsgeschichte? Die meisten Menschen w├╝rden wohl zutreffend antworten: in der Bibel. Jedoch w├╝rden sie vermutlich mit dem falschen Testament beginnen, indem sie direkt an die Geburt des Messias d├Ąchten. Dabei beginnt die Geschichte viel fr├╝her. Die Weihnachtsgeschichte beginnt im Alten Testament, und zwar im allerersten Buch Moses. Das ├Ąlteste Versprechen eines kommenden Erl├Âsers finden wir in 1. Mose 3:15:

ÔÇ×Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.ÔÇť

Mose erkl├Ąrt uns, dass Gott eines Tages die ganze Menschheit von S├╝nde und Tod, von Ungehorsam, allem B├Âsen und menschlicher Herzensh├Ąrte erl├Âsen w├╝rde, die infolge des S├╝ndenfalls entstanden waren. Diese Erl├Âsung w├╝rde durch den Samen der Frau, welcher sich beim Versuch, die Schlange zu vernichten, eine zwar nicht t├Âdliche, aber dennoch schmerzhafte Wunde an der Ferse zuziehen w├╝rde.

Diese Verwundung des Sohnes Evas weist auf Jesus hin, der unsere S├╝nde trug. Er war von einer Frau geboren, unschuldig, vollkommen und s├╝ndlos. Sein Tod kann als das Zermalmen der Ferse gesehen werden, da es schmerzhaft war, jedoch nicht zu vollst├Ąndigen Vernichtung, sondern der Auferstehung von den Toten f├╝hrte. Durch Jeschuas Auferstehung wurde der Beweis daf├╝r erbracht, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs das S├╝ndopfer angenommen hatte. So lesen wir auch in Jesaja 53:6 die folgenden Worte:

ÔÇ×Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der Herr lie├č ihn treffen unser aller Schuld.ÔÇť

Wir sind alle S├╝nder und bed├╝rfen eines Erl├Âsers. Wir sind nicht in der Lage uns selbst zu retten, da wir die ungehorsame Natur unserer ÔÇ×ElternÔÇť Adam und Eva geerbt haben. Darum sei Gott alle Ehre, der uns seinen Sohn gesandt hat, damit dieser um unserer S├╝nden willen sterbe ÔÇô sowohl zu unserer Vergebung als auch zu unserer Verwandlung!

Diese wunderbare Geschichte der Erl├Âsung beginnt also mit der ersten S├╝nde, denn Gottes Gnade war von Anfang an all jenen zug├Ąnglich, die sie empfangen sollten. Das Drama der Erl├Âsung entfaltet sich in s├Ąmtlichen Schriften des Alten Testaments.

In 1. Mose 12 entdecken wir, dass Gott ein altes Ehepaar beruft, Abraham und Sarah, um eine Br├╝cke seiner Gnade zu einer s├╝ndhaften Welt zu bilden. Ihre Nachkommen, das j├╝dische Volk, wurden den Menschen zuliebe auserw├Ąhlt, die nicht bereits Teil dieser Gemeinschaft waren, aber von Gott eingesetzt werden sollte, die Welt zu segnen: ÔÇ×Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer gro├čen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen gro├č machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!ÔÇť (1. Mose 12:1-3)

Schlie├člich w├╝rden all diese Segnungen durch einen Nachkommen Abrahams, den Messias Jesus, in die Welt kommen und durch ihn w├╝rde die Welt die Erl├Âsung empfangen.

Doch wie w├╝rde dieser eine, in 1. Mose 3:15 verhei├čene Erl├Âser erkannt werden? Die heiligen Schriften nennen die zu erf├╝llenden Bedingungen. Die erste besteht darin, dass er einem bestimmten der zw├Âlf St├Ąmme Israel angeh├Âren m├╝sste, n├Ąmlich dem Stamm Juda, benannt nach dem viert ├Ąltesten Sohn Jakobs. So schreibt auch Mose: ÔÇ×Nicht weicht das Zepter von Juda noch der Herrscherstab zwischen seinen F├╝├čen weg, bis dass der Schilo kommt, dem geh├Ârt der Gehorsam der V├Âlker.ÔÇť (1. Mose 49:10)

Die Rabbis des Altertums erkannten bereits, dass es sich bei dem Namen Schilo um einen Hinweis auf den Messias, den Israel und der Welt verhei├čenen Erl├Âser handeln musste. Diese Verhei├čungen formten die Erwartungen des j├╝dischen Volkes, sodass der Messias von seinem Volk erkannt werden konnte.

Es werden jedoch noch weitere Bedingungen der Messianit├Ąt genannt, so nennt die Bibel den Messias beispielsweise einen Sohn Davids. Dies lesen wir etwa in der Prophetie Natans an K├Ânig David:

ÔÇ×Wenn deine Tage erf├╝llt sind und du dich zu deinen V├Ątern gelegt hast, dann werde ich deinen Nachkommen, der aus deinem Leib kommt, nach dir aufstehen lassen und werde sein K├Ânigtum festigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen. Und ich werde den Thron seines K├Ânigtums festigen f├╝r ewig. Dein Haus aber und dein K├Ânigtum sollen vor dir Bestand haben f├╝r ewig, dein Thron soll fest stehen f├╝r ewig.ÔÇť (2. Samuel 7:12-13+16)

David dachte, er w├╝rde ein Haus f├╝r Gott bauen ÔÇô den Tempel ÔÇô doch stattdessen erschuf Gott ein Haus f├╝r den K├Ânig, indem er ihm versprach, dass einer seiner Nachkommen in Ewigkeit auf dem Thron sitzen w├╝rde.

Der Erl├Âser w├╝rde ein j├╝discher Mann sein, ein wahrer Prophet (5. Mose 18:15), der f├╝r die S├╝nden der Juden sowie der Nichtjuden sterben w├╝rde (Jesaja 53, Psalm 22) und von den Toten auferstehen w├╝rde als der vollm├Ąchtige Sohn Gottes: ÔÇ×…und als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt dem Geist der Heiligkeit nach aufgrund der Totenauferstehung: Jesus Christus, unseren Herrn.ÔÇť (R├Âmer 1:4)

Weihnachten ist somit das Fest der Erl├Âsung, welche erf├╝llt wird durch den j├╝dischen Messias, dessen Geschichte nicht erst im Neuen Testament beginnt, sondern tief verwurzelt ist in den hebr├Ąischen Schriften. Darum glaube ich, dass Weihnachten ein j├╝disches Fest ist!

Das Heil ist von den Juden

Jesus hat im Johannesevangelium einen tiefgr├╝ndigen Kommentar abgegeben, als er mit der bekannten Samariterin sprach: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.” (Johannes 4:22).

Was meinte er? Die Antwort ist einfach. Jesus lie├č die Samariterin wissen, dass das Heil seinen Ursprung in Gottes Verhei├čungen an das j├╝dische Volk hat, aber der Segen, der durch den j├╝dischen Messias kommt, erstreckt sich auf all diejenigen, die eine pers├Ânliche Beziehung mit dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs haben wollen. Diese Erl├Âsung hat “j├╝dische Wurzeln”, steht aber allen zur Verf├╝gung, die glauben!

In ├Ąhnlicher Weise verweist Chanukka, der j├╝dische Feiertag, der den Sieg der Makkab├Ąer ├╝ber die syrischen Griechen und ihren b├Âsen K├Ânig Antiochus Epiphanes feiert, auch auf denselben Heiland. Wusstest du, dass die Einhaltung von Chanukka in der Bibel erw├Ąhnt wird? In Johannes 10 schreibt der Apostel:

ÔÇ×Es fand aber in Jerusalem die Tempelweihe [Chanukka] statt; es war Winter, und Jesus wandelte im Tempel, in der Halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange h├Ąltst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sag es uns frei heraus! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet es nicht; die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese zeugen von mir.ÔÇť (Johannes 10: 22-25)

Der Messias nutzte diese Gelegenheit sich selbst seinem Volk zu offenbaren und somit zeigte er seinen j├╝dischen Zuh├Ârern, dass eine Rettung kommen wird, die weit gr├Â├čer ist als die durch die Makkab├Ąer gewonnene am ersten Chanukka. In der Tat: die Lichter, die f├╝r diesen Feiertag angez├╝ndet werden, sind durch unsere Tradition erschaffen, um uns an das Wunder zu erinnern, welches das ewige Licht im Tempel brennen lies. Es gab nur genug ├ľl f├╝r einen Tag, aber es reichte f├╝r acht Tage. Die Geschichte kann oder kann nicht wahr sein, aber wenn eine j├╝dische Person das Licht der Chanukka-Kerzen sieht, wird sie an Gottes Macht erinnert, sein auserw├Ąhltes Volk vor der Vernichtung zu retten!

Als j├╝discher Jesus-Nachfolger werde ich, wenn ich die wundersch├Ân erleuchtet Chanukka Menora sehe, an den Einen erinnert, der von sich behauptete das Licht der Welt zu sein (Johannes 8:12) und durch den wir die Erl├Âsung von der S├╝nde und die Hoffnung auf ewiges Leben haben.

Ich hoffe, dass du die kurzen Bibelstudien ├╝ber verschiedene messianische Prophezeiungen genie├čt und diese dein Herz ermutigen werden. Ich betete auch, dass du einige der Prophezeiungen mit deinen j├╝dischen Freunden teilst, die immer noch auf die gro├če Erl├Âsung warten und nicht wissen, dass der Messias, der in den hebr├Ąischen Schriften vorhergesagt wurde, schon gekommen ist und sein Name Jeschua ist ÔÇô der Erretter der Welt.

Habt eine sch├Âne Ferienzeit und betet bitte f├╝r unsere Mission unter den Juden in zahlreichen L├Ąndern der Welt! Danke f├╝r eure treuen Gebete und gro├čz├╝gige Unterst├╝tzung.

Frohe Feiertage und Happy Chanukka,

Mitch Glaser Pr├Ąsident von Chosen People Ministries