Die Zukunftshoffnung von 1. Thessalonicher

ÔÇ×Denn ihr, Br├╝der und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Jud├Ąa, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden, die den Herrn Jesus get├Âtet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind, ┬áindem sie uns hindern, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil, um das Ma├č ihrer S├╝nden allenthalben voll zu machen. Aber der Zorn Gottes ist schon bis zum Ende ├╝ber sie gekommen.ÔÇť (1. Thessalonicher 2:14-16)

Antisemiten haben die Verse in der obigen Passage im Laufe der Jahrhunderte als Grundlage f├╝r die Verfolgung des j├╝dischen Volkes verwendet. Diese Verse wurden interpretiert, um den Glauben zu untermauern, dass das gesamte j├╝dische Volk schuldig ist, den Messias get├Âtet zu haben, und ewig verflucht ist, weil es ihn abgelehnt hat. Doch das k├Ânnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein, wie eine tiefere Studie des Textes zeigen wird.

Der Apostel Paulus ist selbst Jude, so sicher hat er verstanden, dass sich der Text nicht immer auf alle Juden bezieht oder darauf, dass sie angeblich unter einem Fluch stehen, weil sie den Deizid (Gottesmord) begangen haben, das Verbrechen, Gott zu t├Âten. Tats├Ąchlich litten auch die Thessalonicher unter ihren feindlichen, ungl├Ąubigen heidnischen Mitb├╝rgern, ebenso wie die j├╝dischen Gl├Ąubigen in Jud├Ąa unter den H├Ąnden jener Juden, die nicht glaubten, dass Jesus der Messias war.

In Vers 15 bezieht sich Paulus auf diese Gruppe in Jud├Ąa, wenn er schreibt, dass sie “den Herrn Jesus get├Âtet haben und die Propheten” und die “Gott nicht gefallen, sondern allen Menschen feind sind “. Paulus beschreibt genau die Personen, die die j├╝dischen Gl├Ąubigen zum Zeitpunkt des Schreibens des Briefes verfolgt haben, und nicht jeden j├╝dischen Mann, jede j├╝dische Frau und jedes j├╝dische Kind zu irgendeinem Zeitpunkt und an irgendeinem Ort in der Geschichte.

Das oben Gesagte als allgemeine Aussage ├╝ber das gesamte j├╝dische Volk zu verstehen, w├╝rde mit R├Âmer 9-11 zusammensto├čen, wo das zarte Herz des Apostels Paulus gegen├╝ber seinem eigenen j├╝dischen Volk und der Zukunftshoffnung f├╝r es scharf zum Ausdruck kommt. Au├čerdem, und vielleicht das Wichtigste, woran man sich erinnern sollte, ist, dass das j├╝dische Volk den Messias nicht get├Âtet hat! In Johannes 10:18 sagt Jeschua zu seinen J├╝ngern: “Niemand nimmt [das Leben] von mir, sondern ich selber lasse es.” Es wurde vorhergesagt, dass der Messias f├╝r die S├╝nden der Welt sterben w├╝rde und dass sein eigenes Volk ihn ablehnen w├╝rde. Das ist wahr. Aber offensichtlich gab es auch viele j├╝dische Menschen, die ihn als Messias annahmen. W├Ąhrend er tats├Ąchlich von R├Âmern get├Âtet wurde, h├Ątte ihn am Ende kein Mensch t├Âten k├Ânnen, h├Ątte er nicht selbst den Tod gew├Ąhlt.

Diese Wahrheiten im Hinterkopf zu behalten, wird uns helfen, klar zu erkennen, dass 1. Thessalonicher 2,14-16 nie dazu bestimmt war, auf alle j├╝dischen Menschen angewendet zu werden.

Von Chosen People Ministries

 

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