Dienste in der Ukraine 2016

Bericht ├╝ber unsere messianischen Dienste in der Ukraine 2016

Von Boris Goldin, 25. Dezember 2016

Wir haben unsere Arbeit am 1. Februar 2016 mit vier Gemeinden begonnen. Zu Beginn legten wir die Strategie und die Priorit├Ąten fest. Das Hauptziel unserer Arbeit war, ÔÇ×das Evangelium vor allem den Juden zu bringen, aber gleichzeitig auch den NichtjudenÔÇť. Um dieses Ziel zu erreichen, beschlossen wir, verschiedene ├Âffentliche Veranstaltungen zu subventionieren und zu unterst├╝tzen, z.Bsp. j├╝dische Festveranstaltungen, Konzerte, Exkursionen, Ausstellungen etc. sowie evangelistische Aktivit├Ąten, wie Jugendclubs und Caf├ęs, Dienste an ├Ąlteren Menschen, Gef├Ąngnisarbeit, Rehabilitation, humanit├Ąre Hilfe u.s.w., um die Liebe des Messias Jeschua zu zeigen und praktisch auszudr├╝cken. Und durch diese Veranstaltungen und Aktivit├Ąten wollten wir versuchen, besonders j├╝dische Menschen in spezielle Gruppen zu f├╝hren (genannt ÔÇ×Warmes HausÔÇť), wo wir uns um sie k├╝mmern, sie pflegen und sie lehren k├Ânnen bis sie bereit sind, Jeschua als ihren Messias anzunehmen, sich taufen zu lassen und sich einer lokalen Gemeinde anzuschlie├čen.

Wie oben erw├Ąhnt, begannen wir im Februar 2016 mit vier lokalen messianischen Gemeinden zu arbeiten. Ende des Jahres hatten wir ein Netzwerk von 18 messianischen Gemeinden in Kiev (2 Gemeinden), Mariupol, Krivoi Rog, Belaya Tzerkov, Kharkov (3), Donetsk, Inguletz, Zheltie Vodi, Sevastopol (2), Kherson, Chernigov, Rovno, Gorlovka und Chernomorsk. Zw├Âlf Gemeinden beteiligen sich an unserer finanziellen Hilfe.

Im letzten Jahr hatten wir zwei, sehr erfolgreiche und ermutigende Lehrkonferenzen und Seminare in Kherson (Mai 2016) und in Kiev (September 2016), wo 19 Leiter von lokalen messianischen Gemeinden teilnahmen. Infolgedessen haben wir das starke Potential f├╝r eine Erweckung innerhalb unserer missionarischen Arbeit in der Ukraine mit 7 ÔÇô 10 Mitarbeitern. Wir bearbeiten gerade acht Bewerbungen.

In 2016 sponserten und organisierten wir mehr als 50 (f├╝nfzig) j├╝dische Festveranstaltungen zu Purim, Pessach, Schavuot, Rosch Haschana, Sukkot und Chanukka in 12 Gemeinden mit ca. 2000 j├╝dischen und 1000 nichtj├╝dischen Teilnehmern. Besonderen Erfolg hatten wir zu verzeichnen in Sevastopol und in Kharkov, wo ├Ârtliche Gemeinden zusammen gefeiert haben und sogar einige Feste mit lokalen j├╝dischen Reform- und orthodoxen Gemeinden gemeinsam durchf├╝hrten. (Der lokale russische Fernsehsender berichtete zu Rosch Haschana ├╝ber gemeinsame Festveranstaltungen der messianischen Gemeinde von Sevastopol mit der j├╝dischen Reformsynagoge in Evpatoria). Ich glaube, dies ist ein klares Zeichen f├╝r das gro├če Potential unserer zuk├╝nftigen Arbeit, j├╝dische Menschen zu erreichen und eine gute Beziehung zu den ├Ârtlichen j├╝dischen Gemeinschaften aufzubauen.

Au├čerdem organisierten und sponserten wir in 2016 sieben evangelistische Konzerte, f├╝nf Busausfl├╝ge zu j├╝dischen Gedenkst├Ątten auf der Krim, nach Kharkov, Kherson und Belaya Tzerkov sowie den Besuch von zwei Ausstellungen messianischer K├╝nstler in Kiev und Belaya Tzerkov und von vier messianischen Theatervorstellungen in Sevastopol und Kherson. Durch diese Veranstaltungen h├Ârten ├╝ber 600 Menschen von Jeschua.

Im zweiten Halbjahr 2016 begannen wir mit der Unterst├╝tzung einer neuen Art des Dienstes am j├╝dischen Volk, und zwar an denen, die sich im Gef├Ąngnis befinden. Inzwischen gibt es zwei kleine, aber enthusiastische Bibelstudiengruppen, und wir freuen uns darauf, diese Arbeit weiter auszudehnen. Au├čerdem begannen wir mit der Unterst├╝tzung der Dienste einiger Gemeinden an j├╝dischen┬á Suchtgef├Ąhrdeten, die an Rehabilitationsprogrammen in Sevastopol, Kharkov und Donetsk teilnehmen.

Ein weiterer Teil unseres Dienstes besteht in der Unterst├╝tzung von Jugendarbeit und Jugend-Caf├ęs in Kharkov und Kiev. Das einzige, was unsere Dienste z.Zt. begrenzt, sind die finanziellen Mittel, die sehr knapp sind. Selbst mit unseren begrenzten finanziellen M├Âglichkeiten waren wir in der Lage, dieser sehr wichtigen Zielgruppe das Evangelium zu bringen.

Sehr gro├čen Wert legen wir auf die humanit├Ąre Hilfe und finanzielle Unterst├╝tzung f├╝r die ├Ąlteren bed├╝rftigen und behinderten (vorwiegend ungl├Ąubigen) j├╝dischen Menschen in fast allen St├Ądten unseres Gemeindenetzwerkes. In 2016 besuchten und halfen wir ├╝ber 250 Familien. Es f├Ąllt mir wirklich schwer zu beschreiben, wie gl├╝cklich diese Juden waren ├╝ber die finanzielle Unterst├╝tzung, Lebensmittelhilfe, Medikamente und andere notwendige Dinge, mit denen wir sie versorgt haben, und manches Mal war es nur EIN EINZIGER, der f├╝r diese Hilfe zu Verf├╝gung stand, denn niemand anders half ihnen.

Wir hatten erstaunliche Gelegenheiten f├╝r offene T├╝ren in vielen j├╝dischen Wohnungen in der Ukraine, wo wir ihnen ├╝ber die Liebe des Gottes Israels und Seines Sohnes Jeschua Zeugnis geben konnten. Wir verteilten dabei 200 Exemplare des J├╝dischen Neuen Testaments allein unter diesen Menschen.

Als Ergebnis all dieser o.g. Aktivit├Ąten besuchten 250 Juden die die sog. ÔÇ×Warmen H├ĄuserÔÇť besuchten, die in 10 verschiedenen St├Ądten in der Ukraine aktiv sind. Diese Menschen sind noch nicht gl├Ąubig, doch sie sind sehr nahe dran und interessieren sich, mehr zu erfahren. Durch den Dienst dieser ÔÇ×Warmen H├ĄuserÔÇť nahmen schon 36 Menschen Jeschua als ihren Messias an; sie lie├čen sich 2016 taufen und schlossen sich ├Ârtlichen messianischen Gemeinden an.

Ich m├Âchte noch einen weiteren Aspekt unseres Dienstes in der Ukraine 2016 erw├Ąhnen. Wir halfen bei der Gr├╝ndung einer neuen messianischen Gemeinde in Chernigov und halfen ihnen bei der Zahlung der Miete. Aufgrund der neuen R├Ąumlichkeiten ist die Gemeinde nun um das Vierfache gewachsen.

F├╝r 2017 haben wir gro├če Pl├Ąne. Neben der Fortsetzung unserer bereits bestehenden Programme m├Âchten wir ÔÇô in Kooperation mit Beit Sar Shalom in Deutschland und Baltic Ministry in Finnland ÔÇô drei STEP-Evangelisationsprogramme durchf├╝hren in Lviv, Kharkov und in Kiev. Nur in einer Sache sind wir zur Zeit begrenzt, noch mehr zu tun, und das sind die begrenzten finanziellen Mittel. Das f├╝r Anfang 2016 vorgesehene Budget wurde f├╝r vier Gemeinden bereit gestellt, jetzt haben wir ein Netzwerk von 18 Gemeinden mit der M├Âglichkeit, auf 20 und mehr anzuwachsen.

Wir sind Gott ├╝beraus dankbar f├╝r Seine F├╝hrungen und Pl├Ąne und Sein wunderbares Wirken unter Juden und Nichtjuden in der Ukraine und danken Ihnen, unsere lieben Freunde, f├╝r alle Unterst├╝tzung im Gebet und mit finanziellen Gaben. M├Âge Gott Sie reichlich daf├╝r segnen.