Gemeinsam nach Auschwitz – eine neue Generation gegen das Vergessen

Der jüdisch-messianische Evangeliumsdienst Beit Sar Shalom e.V. arbeitet seit fast 24 Jahren in Deutschland, um hier Juden und nicht-Juden das Evangelium von dem Messias Jeschua (Jesus) zu bringen. Die Zentrale des Werkes befindet sich seit seiner Gründung in Berlin – der Stadt, in der die nationalsozialistische Regierung ihren Sitz hatte und somit die Planung des Holocausts mit all ihren furchtbaren Folgen ihren Anfang nahm. Genau hier, in dieser sehr geschichtsträchtigen Stadt und in ganz Deutschland arbeitet Beit Sar Shalom unter anderem auch für eine lang ersehnte Versöhnung von Juden und Christen in ihrem Retter Jeschua. Um diese Versöhnung in einer neuen Generation zu unterstützen, bietet Beit Sar Shalom eine Reise für junge Gläubige jüdischer und nicht-jüdischer Herkunft zu der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an. Das Ziel der Reise ist, eine neue Generation gegen das Vergessen in der Gesellschaft zuzurüsten.

“Gemeinsam nach Auschwitz- eine neue Generation gegen das Vergessen” – das ist das Motto dieses besonderen Projektes von Beit Sar Shalom. Wir möchten junge Erwachsene aus jüdisch-messianischen und christlichen Gemeinden zusammen an den Ort des Geschehens bringen: Gemeinsam möchten wir mit ihnen zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz reisen, damit wir uns dort aktiv mit dem Thema Holocaust auseinandersetzen und dem Vergessen der Geschichte entgegenwirken können. Die Reise wird von Wladimir Pikman theologisch und geistlich begleitet.

Wer? Die Zielgruppe dieser Reise sind junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren, denn sie bilden die Generation, die die Zukunft einer Gesellschaft maßgeblich prägt. Unser Wunsch von Beit Sar Shalom ist es, junge gläubige Erwachsene für das immer noch aktuelle Thema des Holocaust zu sensibilisieren. So möchten wir ihnen eine Gelegenheit geben, sich aktiv mit dem Geschehen auseinanderzusetzen und sich der Tragik in ihrem ganzen Ausmaß zu stellen. Wir möchten diese jungen Gläubigen zurüsten, dem in der Gesellschaft zunehmenden Vergessen der Geschichte entgegenzuwirken und die Versöhnung zwischen Juden und Christen im Leib Jeschuas voranzubringen.

Warum? Es erscheint paradox, als Jude in dem Land zu leben, in dem die systematische Ermordung aller Juden weltweit geplant wurde. Ebenso erscheint es paradox, dass sich gerade hier in Jeschua, dem Messias, gläubige Juden und Christen zu einem Leib vereinen – in dem Land, wo Christen während des Holocaust zu großen Teilen geschwiegen haben. Dieses Paradoxon ist aber gleichzeitig ein wunderbares Privileg: Wir möchten die Gemeinschaft von jungen jüdischen und nicht-jüdischen Gläubigen fördern, damit sich in dieser neuen Generation die Versöhnung zwischen Juden und Christen zeigen kann, die die Welt so dringend sehen muss. In einem solchen versöhnten Leib kann das Licht Jeschuas umso heller scheinen.

“Gemeinsam nach Auschwitz – eine neue Generation gegen das Vergessen.” Und für die Versöhnung, die Jeschua bringen möchte.