Jerusalem in Bibel und Geschichte – Teil 3

Jeschua und Jerusalem

In der letzten Zeit hat die UNSECO versucht, das jüdische Volk von Jerusalem und dem Tempelberg zu trennen. Damit haben sie die Inspiration sowohl des Alten wie auch des Neuen Testaments verneint. Das war offensiv gegenüber religiösen Juden wie auch Christen, da beide Gruppierungen glauben, dass die Bibel wahr ist und dass Jesus eine reiche Geschichte mit der heiligen Stadt hat.

Chosen People Ministries hat eine Petition gestartet, um Unterstützung unter evangelikalen Christen gegen die Entscheidung er UNSECO zu bekommen:

“Als besorgte Amerikaner sind wir enttäuscht von der jüngsten Resolution der United Nations Educational Scientific and Cultural Organization (UNESCO), die jede biblische und historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem, bestätigt am 13 Oktober 2016. Die “Das besetzte Palästina”-Resolution untergräbt die heilige Verbindung von Juden und Christen zu den heiligen Stätten in Jerusalem und in ganz Israel.

Das UNESCO-Mandat erklärt, dass es ihr Ziel sei, ein Verständnis `unter Nationen und ein interkulturelles Verständnis durch ein Beschützen der Herkunft und ein Unterstützen der kulturellen Diversität´ zu fördern.10 Doch wie kann das stimmen, wenn die UNESCO die Sicht der Bibel, die sowohl Juden als auch Christen auf der ganzen Welt wichtig ist, nicht respektiert? Dieses Handeln der UNESCO wird nur zu weiteren Spannungen zwischen Juden, Christen und Muslimen beitragen.

Die Resolution fährt fort, indem sie fälschlicherweise behauptet, dass Israel als Nation Gebiet besetzen würde, Ost-Jerusalem mit inbegriffen, wenn nicht sogar ganz Jerusalem, das den Palästinensern gehören würde. Weiterhin behauptet sie, dass Israelis heilige palästinensische Stätten durch archäologische Untersuchungen zerstören würde, was schlicht und einfach nicht wahr ist. Dies wird noch überboten, indem fälschlicherweise gesagt wird, der Tempelberg und die Gebiete, die die Klagemauer umgeben, ebenso wie die Altstadt Jerusalem seien ausschließlich palästinensisches Gebiet. Indem der hebräische Begriff für diese Städte (Har HaBayit) abgelehnt wird ebenso wie das englische Äquivalent und indem nur die muslimischen und arabischen Namen (Al-Aqsa Moschee und Haram al-Sharif) gebraucht werden, präsentiert die Resolution eine verzerrte und voreingenommene Wahrnehmung der Geschichte.11 Außerdem wird behauptet, dass es keinerlei jüdische Beziehung zu Hebron gäbe, das in der Bibel als Begräbnisstätte Rachels, der Frau Isaaks dargestellt wird, und auch nicht zu Bethlehem, dem Geburtsort von Ruth, David und Jesus.”

Die Generaldirektorin der UNSECO, Irina Boskova, lehnt die Resolution ab und schreibt: “An keinem anderen Ort als Jerusalem teilen sich die Ursprünge und Traditionen von Juden, Christen und Muslimen einen Raum mehr und verflechten sich bis zu dem Punkt, dass sie einander unterstützen. Diese kulturellen und spirituellen Traditionen basieren auf Texten und Zeugnissen, die allen bekannt sind und ein wesentlicher Teil von Identitäten und Geschichten von Völkern sind. In der Torah ist Jerusalem die Hauptstadt König Davids, wo Salomo den Tempel baute und die Bundeslade platzierte. Im Koran ist Jerusalem die drittheiligste Stätte, wo Mohammed nach seiner nächtlichen Reise von Al Haram Mosq (Mekka) nach Al Aqsa ankam. Als Menschen, die besorgt sind um das jüdische Volk, die der Bibel glauben und die judeo-christliche Tradition ehren, die bis heute so wichtig für unsere Nation ist, wenden wir uns an die UNESCO, die Resolution zurückziehen und die historische und heilige Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und ganz Jerusalem, inklusive des Tempelbergs, anzuerkennen unter dem Aspekt, dass diese Stätten für alle drei Glaubensrichtungen heilig sind.”

 

Jeschua besucht Jerusalem

Das Neue Testament folgt dem Alten Testament und macht Jerusalem zum Zentrum der Evangelien und gibt die Beziehung wieder, die Jeschua zur Stadt Jerusalem seit seiner Kindheit hatte. Natürlich können wir an dieser Stelle nicht in aller Tiefe wiedergeben, was Jeschua tat, sagte und fühlte über die Stadt. Wir können hier nur ein paar Highlights präsentieren, die uns ein Gefühl für die Beziehung zwischen Jerusalem und Jeschua geben, was natürlich mit den falschen Behauptungen der UNESCO und denen, die die verdrehten Aussagen unterstützen, aufräumt.

  • Als Junge kam Jeschua nach Jerusalem (Lk 2,41-51). Jeschua reiste mit seiner Familie anlässlich von Pessach nach Jerusalem und blieb dort, um sich mit den Rabbinern zu unterhalten: “Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.” (Lk 2,46f.)
  • Während der Feste (etwa Laubhüttenfest): “Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht offen, sondern heimlich. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte.”  (Joh 7,10.14)

 

Jeschua weint über die Stadt

Als Jeschua sich Jerusalem nähert, sah er die Stadt und weinte über sie und sagte: Wenn doch auch du erkenntest an diesem Tag, was zum Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du besucht worden bist. (Lk 19,42-44)

Jeschua geht in dieser Passage, die von seinem triumphalen Einzug berichtet, nach Jerusalem und damit seinem Tod entgegen. Seine Reiseroute verlief wohl von Bethanien zum Tempelberg, einen langen Abhang hinunter beim Ölberg. Als Jeschua die Heilige Stadt sah, beginnt er zu weinen, wie Lukas uns berichtet. Jeschua war der größte der Propheten und kannte die baldige Zukunft der Stadt, die er detailreicher in Lk 21 beschreibt. Diese Zukunft war finster ebenso wie seine persönliche Zukunft: Jeschua würde abgelehnt werden, gekreuzigt und innerhalb einer Generation würde Jerusalem mitsamt dem Tempel zerstört werden. Die Schlüsselstelle in dieser Perikope ist die, in der er den Leuten von Jerusalem, die von ihm die Führung zu einem politischen Sieg erwarten, dass ein solcher nicht kommen würde und dass die das jüdische Volk die Zeit nicht erkannt hat, in der es besucht wurde (Lk 19,44)

 

Der Ort von einigen seiner wichtigsten Aussagen

Laubhüttenfest: Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht. (Joh 7,37-39)

Pessach: Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird! (Lk 22,19-20)

 

Gebete

Im Raum des Abendmahls: Jesus betete in Joh 17 für das Wohlergehen seiner Jünger, sowohl der gegenwärtigen als auch aller zukünftigen: Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. (Joh 17,20f.)

Im Garten Gethsemane: Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete. (Mt 26,36-46)

Jeschuas Kreuzigung und Auferstehung: Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. (Mt 16,21)

Jeschuas vorausgesagte Wiederkunft und Königsherrschaft: Und an jenem Tag werden seine Füße auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in seiner Mitte spalten vom Osten bis zum Westen zu einem sehr weiten Tal, sodass die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird. (Sach 14,4) und Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. (Jes 9,5-6)

 

Das Epizentrum der Erlösung der Welt

Zu der Zeit werden das Haus David und die Bürger Jerusalems einen offenen Quell haben gegen Sünde und Befleckung. (Sach 13,1)

Der große Tag der Vergebung für das jüdische Volk wird stattfinden, wenn der Rest Israels zu Jeschua umkehrt, wie wir in Sach 12,10 und Röm 11,25 lesen können, und das wird in Jerusalem stattfinden.

 

Jerusalem, die Geburt der Kirche und der große Auftrag

Die Gemeinde, der Leib des Messias, wurde in Jerusalem geboren und das Evangelium ist der Anfangspunkt der Verkündigung der guten Nachricht durch die Jünger. Das ist kein Zufall, denn Jerusalem ist der Urquell der Erlösung.

Die Geschichte der Erlösung begann in Jerusalem mit dem Tod und der Auferstehung von Jeschua und wird mit der Herrschaft Jeschuas über sein Königreich von Jerusalem aus enden.

 

[10] United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, “ Introducing UNESCO” https://en.unesco.org/about-us/introducing-unesco

[11] Barak Ravid and Jack Khoury “UNESCO Backs Motion Nullifying Jewish Ties to the Temple Mount” Haartez, October 13, 2016,  https://www.haaretz.com/israel-news/1.747314



Quelle: Der Beitrag ist eine Übersetzung von "Jerusalem in the bible and throughout history", https://www.chosenpeople.com/site/jerusalem-in-the-bible/ (Stand 1. Juli 2021)