Schabbat – Ein Geschenk Gottes

Der Schabbat ist ein Geschenk Gottes an das Volk Israel und an alle anderen Völker. Lasst uns gemeinsam dieses Geschenk auspacken, entdecken und genießen!

Zeichen der Schöpfung und des Bundes

„Denke an den Sabbattag und halte ihn heilig. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; der siebte Tag aber ist ein Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Da darfst du keinerlei Arbeit tun, weder du selbst noch dein Sohn oder deine Tochter, dein Knecht oder deine Magd noch dein Vieh oder der Fremde bei dir in deinen Toren. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, dann aber ruhte er am siebten Tag. Darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt.“ (2. Mose 20, 8-11)

Gott hat geruht am 7. Tag. Der Schabbat ist also schon zutiefst angelegt in der Schöpfung! Gott vollendete sein Schöpfungswerk am sechsten Tag, aber erst durch den 7. Tag, an dem er ruhte, wurde die Schöpfung wirklich vollendet! Uns so bestimmte Gott diesen Tag schon, bevor es das Volk Israel gab. Aber neben der Beschneidung ist auch der Schabbat ein Bundeszeichen zwischen Israel und Gott.

„Die Israeliten aber sollen den Sabbat halten, indem sie den Sabbat feiern als ewigen Bund von Generation zu Generation. Zwischen mir und den Israeliten ist er ein Zeichen für immer, denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, am siebten Tag aber ruhte er und schöpfte Atem.“ (2. Mose 31,16-17)

Der Schabbat als Zeichen von Freiheit

„Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern.“ (5. Mose 5, 15)

In Freiheit war das Volk Israel in der Lage, den Schabbat zu feiern und ein abgesondertes, heiliges Volk für Gott zu sein! Wenn wir den Schabbat halten, machen wir uns frei von der Welt, von Konsum, Arbeit, Stress und machen uns stattdessen abhängig von unserem himmlischen Versorger, der den Israeliten vor dem Schabbat die doppelte Portion Manna gegeben hat.

Schabbat für alle Völker

Doch ist der Schabbat jetzt nur für das jüdische Volk? Nein, denn schon Jesaja beschreibt Nichtjuden, die zum Volk Gottes hinzukamen:

„Und die Fremden, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und um den Namen des HERRN zu lieben, um ihm Diener zu sein, alle, die den Sabbat halten und ihn nicht entweihen und die an meinem Bund festhalten, sie werde ich zu meinem heiligen Berg bringen, und in meinem Bethaus werde ich sie erfreuen. Ihre Brandopfer und ihre Schlachtopfer werden ein Wohlgefallen sein auf meinem Altar, denn mein Haus soll Bethaus genannt werden – für alle Völker.“ (Jesaja 56,6-7)

Vorgeschmack auf den Himmel

Diese Ruhe, dieser Frieden und diese Nähe zu Gott wird uns in ganz besonderer Weise durch Jeschua (Jesus) zuteil. Der Hebräerbrief beschreibt das im 4. Kapitel, wie wir durch Jesus in Gottes Ruhe eingegangen sind. In seinen ewigen „Schabbat“. Der Schabbat ist ein Vorgeschmack auf den Himmel. Dort wird definitiv keine langweilige Ruhe herrschen, die nur von Verboten geprägt ist. Nein, dort werden wir die Schabbatfreude und auch Gottes Heiligkeit feiern. Und wir können gemeinsam mit dem Volk Israel auf diese Zukunft schauen.

„Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen. So lasst uns nun bemüht sein, in diese Ruhe einzugehen.“ (Hebräer 4, 9-11)