Tu B’Shevet

Der j├╝dische Feiertag “Tu B’Shevet” ist heute (21.01.2019)! Es wird als Neujahr des Baumes gefeiert. Die j├╝dischen Weisen bezeichneten diesen Tag als die Grenze zwischen einem Jahr und dem anderen bez├╝glich der Obstb├Ąume f├╝r den Zehnten der Fr├╝chte (3. Mose 19,23). Die Hauptthemen dieses Festes sind Wiedergeburt, Erneuerung und Erhaltung; es geht um das Geben, und es geht darum, die Frucht zu genie├čen, mit der Gott uns gesegnet hat. Viele Juden werden heute in Israel einen Baum pflanzen. Das Pflanzen von B├Ąumen ist in Israel von gro├čer Bedeutung und seit den 1900er Jahren wurden rund 250 Millionen B├Ąume in ganz Israel gepflanzt.

Es ist das einzige Land der Welt, dass mit einem Nettogewinn an B├Ąumen in das 21. Jahrhundert eintrat. Als Israel 1948 eine Nation wurde, waren etwa 2% des Landes mit B├Ąumen bewachsen, und diese sind inzwischen auf etwa 8,5% angewachsen. B├Ąume sind ├╝berall in der Bibel zu finden, es gibt viele Hinweise darauf, dass Menschen wie B├Ąume sind. Der “Wald der M├Ąrtyrer” in Israel hat 6 Millionen B├Ąume, die f├╝r jedes der durch den Holocaust verlorenen Leben gepflanzt wurden – jeder Baum eine lebendige Erinnerung.

Die Bibel bezieht sich immer wieder auf eine Person, deren Vertrauen darin besteht, dass Gott wie ein fruchtbarer Baum ist. “Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HERRN verl├Ąsst und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, f├╝rchtet er sich doch nicht, sondern seine Bl├Ątter bleiben gr├╝n; und er sorgt sich nicht, wenn ein d├╝rres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufh├Âren Fr├╝chte.” (Jeremia 17,7-8)

Die Bibel beginnt und endet auch mit einem Baum. Im Garten Eden gab es viele B├Ąume, darunter auch den Baum des Lebens, der das ewige Leben darstellt. Durch Adams und Evas Ungehorsam gegen├╝ber Gott, indem sie die Frucht vom Baum des Guten und B├Âsen a├čen, machten sie der S├╝nde den Weg frei in die Welt einzutreten. Gott wollte nicht, dass wir ewig in S├╝nde leben, also sch├╝tzte er uns, indem er den Zugang zum Baum des Lebens verschloss. Doch in Gottes Barmherzigkeit und Liebe zu uns versprach er die Erl├Âsung und Er sandte den Messias Jeschua, um an einem Baum f├╝r unsere S├╝nde zu sterben, “denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm geh├Âren.” (1. Korinther 15,22-23).

Wir hoffen, dass wir durch Jeschuas Opfer am Kreuz auferstehen werden, um den Baum des Lebens wieder zu sehen, denn er steht mitten in der Heiligen Stadt, dem Neuen Jerusalem, wo er “zw├Âlfmal Fr├╝chte tr├Ągt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Bl├Ątter des Baumes sind zur Heilung der Nationen.” (Offenbarung 22,2). Im ewigen Zustand wird der Fluch nicht mehr sein, der Zugang zum Baum des Lebens wird wiederhergestellt und die Dunkelheit wird f├╝r immer verbannt. Eden wird wiederhergestellt.

“Wer Ohren hat, der h├Âre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer ├╝berwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.” Offenbarung 2,7

Von Emily Emanuel

 

 

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