Das Land Israel war schon seit jeher in einer strategischen Lage, um einen weltweiten Einfluss auszuüben. In der Antike wurde das Land von zwei bedeutenden Handelswegen durchzogen. Gott beging keinen Fehler, indem Er Israel nahm, dem Volk Israel Sein Wort gab und es „mitten unter die Nationen“ setzte (Hesekiel  5,5). Als ein „Königreich von Priestern“(2. Mose  19,6) sollte Israel Gottes Licht zu den heidnischen Nachbarvölkern ausstrahlen und ein Zeugnis sein von Seinem Charakter, und die geographische Lage Israels half dabei, diesen Auftrag umzusetzen.

Traurigerweise versagte Israel weitgehend bei diesem Auftrag. Anstatt dass Israel die heidnischen Völker beeinflusste, begannen diese im Gegenteil, Israel zu beeinflussen. Israels Licht begann zu verblassen, und Dunkelheit schlich sich immer mehr ein. Götzendienst, Hochmut und Rebellion führten schließlich dazu, dass das Volk ins Exil gehen musste, als der assyrische König in Nord-Israel einfiel und „Gilead und Galiläa, das ganze Land Naphtali einnahm und die Bewohner gefangen nach Assyrien wegführte“ (2.  Könige  15, 29b).

Gott versprach dennoch weiterhin, dass Sein großartiges Licht von Israel ausstrahlen  und einen weltweiten Einfluss haben würde. Jesaja sprach von einem besonderen „Knecht des Herrn“, der zum „Bund des Volkes, zum Licht der Nationen“ berufen sein würde (Jesaja  42,6). Dieser Knecht würde eine Person sein, zu der Gott spricht: „Es ist zu gering, dass du mein Knecht seiest, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen; ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde“ (Jesaja  49,6).Matthäus berichtet, dass Jesus nach Kapernaum in Galiläa ging, in das Gebiet von Zebulon und Naphtali – also genau in dieselbe Gegend, wo die Dunkelheit zuerst Einzug gehalten hatte. Nun waren es die Einwohner gerade dieser Gegend, die als Erste miterlebten, wie das Licht durchbrach. „Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Lande und Schatten des Todes saßen, Licht ist ihnen aufgegangen“ (Matthäus  4,16).

Jeschua ist das Licht. Er ist es, der kommt, um Licht in der Dunkelheit aufstrahlen zu lassen und weltweit, sowohl für Israel als auch für die Nationen, Errettung zu bewirken. Indem wir mit Seinem Licht konfrontiert werden, werden unsere Sünden bloßgestellt, und indem wir Sein Licht empfangen, werden wir gereinigt und geheilt.

In diesem Jahr (2019) fällt das achttägige Chanukkafest, das nach dem jüdischen Kalender am 22. Dezember beginnt, genau in die Woche, in der weltweit die Geburt Jeschuas gefeiert wird.

Während die Chanukka- und Weihnachtslichter angezündet werden, kann man darüber nachdenken, dass das Licht vom Himmel herabgekommen ist, um in unser Leben hell hineinzuleuchten, und dass wir das Licht der Welt sind, weil Er das Licht der Welt ist.

„Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Lande und Schatten des Todes saßen, Licht ist ihnen aufgegangen“ (Matthäus  4,16)