November 2020

JÜDISCHEN MENSCHEN VON JESCHUA ERZÄHLEN
Auch in diesen Zeiten biete ich weiterhin ein Online-Seminar zu dem Thema “Wie man dem jüdischen Volk dienen kann” an, das man in Usbekistan, Kasachstan und Haifa (Israel) besuchen kann. Den Teilnehmern gebe ich alles weiter, was der Herr mich in den 20 Jahren meines Dienstes lehrte. Er erfüllt mich mit Freude an diesem Dienst!
Ganz zu Beginn meines Weges mit Jeschua hörte ich die folgenden Worte: “Ich werde Menschen zu Dir führen und Du führst sie zu mir!”
Genau das ist überall geschehen: In Russland und der Ukraine, Ungarn, Polen und Deutschland, in Amerika und nun auch in Israel! Als ich einmal Dokumente an Ulpan (einer Hebräisch-Schule) ausfüllte, hat der Lehrer mich nach meinem Fachgebiet gefragt. Ich habe ihm kurz von meinem Leben erzählt und dann eine halbe Stunde von Jeschua! Wie er dabei zugehört hat!
Ein weiterer Jude, der aus Georgia kam, war so hungrig nach Gott. Wir wollen in Kontakt bleiben und ich habe versprochen, ihm eine Bibel zu geben. Als wir uns verabschiedeten, sagte er: “Als Du angefangen hast, von Gott zu erzählen, haben Deine Augen geleuchtet!” – “Du hast Gottes Licht in meinen Augen gesehen!”, antwortete ich.

Mira Gracheva, Israel

 

TROTZ ALLER SCHWIEIRGKEITEN

Trotz aller Schwierigkeiten versuche ich jüdische Menschen mit dem Evangelium von Jeschua zu erreichen, wie groß der Aufwand auch sein mag. Erst kürzlich lernte ich ein israelisch-chassidisches Ehepaar kennen: Y. und seine Frau T. Sie gehören zum Breslev-Zweig der chassidischen Bewegung und leben in Israel. Ich bin mit ihnen in Kontakt gekommen, als ich einige jüdische Bücher in Russisch auf ihrer Website bestellt habe. Sie haben mir bei einigen Schwierigkeiten bei der Bestellung geholfen. Oft haben wir über WhatsApp Kontakt gehabt und dabei Fragen über ihren und meinen Glauben ausgetauscht. Einmal hat Y. erwähnt, dass Rabbi Nachman, der geistliche Leiter von Breslev, der vom späten 18. Jahrhundert bis zum frühen 19. Jahrhundert lebte, hervorgehoben hat, dass Menschen sich freuen sollten, wenn sie erniedrigt werden und Zeiten von Demütigung und Leid durchleben. Ich habe sofort die Gelegenheit ergriffen und aus dem Jakobusbrief (Jaakov) zitiert, der ganz ähnliche Gedanken behandelt. Diesem Austausch folgten zahlreiche, fast tägliche Gespräche, in denen wir über die jüdischen Wurzeln des Neuen Testaments gesprochen haben. Schließlich haben Y. und besonders T. um eine Ausgabe des Neuen Testaments in Englisch oder Hebräisch gebeten, und mithilfe eines messianischen Freundes in Israel habe ich ihnen eine zukommen lassen können. Bitte beten Sie, dass der Ruach HaKodesch (der Heilige Geist) die Herzen von Y. und T. berührt und sie Jeschua in ihre Herzen einladen.

Ein weiteres Gebetsanliegen ist unsere Arbeit in der Ukraine. Auch wenn ich selbst wegen der Pandemie noch nicht dorthin reisen kann, finden dort einige wunderbare Dinge statt. Während der jüdischen Festtage haben wir Feiern in all unseren Gemeinden abhalten können mit einer Gesamtzahl von 1400 Teilnehmern. In dieser Zeit haben wir auch über 700 Hilfspakete mit Essen, Kleidung, Medikamenten etc. unter bedürftigen jüdischen und nicht-jüdischen Menschen verteilen können. Außerdem haben wir uns um Waisenkinder in vier Städten mit ihren verschiedenen Anliegen kümmern können. Und die ganze Zeit über konnten wir diese Arbeit als treue Zeugen Jeschuas verrichten.

Boris Goldin, Südflorida

  

MESSIANISCHER SCHABBAT MIT JÜDISCHEN MENSCHEN

Im Oktober luden wir bei unserem Schabbatabend wieder jüdische Menschen ein, um am Freitagabend miteinander zu essen, Lieder zu singen und Gemeinschaft zu haben. Gemeinsam erlebten wir einen erfüllten Abend, an dem wir uns u.a. darüber austauschten, was uns in dieser herausfordernden Zeit Kraft gibt. Dabei konnten wir besonders zwei neuen jüdischen Frauen gegenüber auch von der geistlichen Nahrung berichten, die wir aus Gottes Wort und aus der Stillen Zeit mit Ihm erhalten. Lasst uns doch beten, dass dieses Zeugnis in ihren Herzen nachklingt, besonders, weil nun die Schabbattreffen vorerst nicht stattfinden können.

David und Deborah Haupt, Berlin

 

JESUS INS LEBEN EINLADEN

Vor einigen Wochen bat eine Dame (I.), die sich selbst für eine russisch-orthodoxe Frau hält, über ein Mitglied unserer Gemeinschaft darum, an unseren wöchentlichen Treffen auf Zoom teilzunehmen. Nach der ersten Woche fand ich heraus, dass sie keine Bibel hatte. Also fuhren Vicka und ich zu ihrem Wohnort, um ihr ein Exemplar zu bringen. Während dieser Zeit hatten wir ein sehr gutes Gespräch über Gott und die Bedeutung des Glaubens an ihn, besonders in Zeiten wie diesen, die wir alle durchleben. Nach einem Zoom-Treffen einige Tage später hatte sie am Ende so viele Fragen, dass es eine zusätzliche Stunde dauerte, um sie zu beantworten. Durch unsere Gespräche kamen sowohl Vicka als auch ich zu der Erkenntnis, dass sie Jesus nie in ihr Leben eingeladen hatte. Wir erwarten, dass sie uns in einigen Tagen besucht, und beten, dass der Herr uns Weisheit gibt, wie wir I. für Ihn gewinnen können. Ich hoffe, dass ich Sie mit dem nächsten Brief über das Ergebnis des Treffens auf dem Laufenden halten kann.

Mitarbeiter in Jerusalem

 

HILFE FÜR NEUE ZUWANDERER IN ISRAEL

Wie die meisten von euch wissen, gab es in Israel den zweiten Lock-down von Mitte September bis Mitte Oktober. In den letzten zwei Oktoberwochen gabt es dann etwas mehr Lockerungen. Und wie wir schon im letzten Brief berichtet haben, gab es eine große Einwanderungswelle trotz der Quarantäne und der begrenzten Flüge.

Im September baten 55 Familien um Unterstützung und Beratung. Viele Neueinwanderer kamen ohne Familienangehörige, und unser Team hat während dieser zweiten Ausgangssperre im Land mit ihnen den Kontakt aufrechterhalten, weil es eine Herausforderung sein kann, während eines Lock-downs allein in einem neuen und fremden Land sich zurechtfinden zu müssen. Kurz vor der zweiten Ausgangssperre gelang es uns, eine kleine Veranstaltung für diejenigen zu arrangieren, die gerade in Israel angekommen waren und ihre Zeit in der Quarantäne beendet hatten. Es gab Musik, Gemeinschaft, und es wurde über die Bedeutung der Feste aufgeklärt. Nach diesem festlichen Abend baten mehrere Teilnehmer um eine Bibel. Sie äußerten den Wunsch, mehr über die Feste und den Gott Israels zu erfahren.

Mitarbeiter in Israel

 

ONLINE-UNTERRICHT UND LIVE-EVANGELISATIONSKONZERT

Im Laufe der Zeit wurde mir klar, dass dies auch Vorteile hat. Zweimal pro Woche gebe ich online Bibelunterricht. Heute nehmen Menschen aus verschiedenen Städten Israels und sogar aus anderen Ländern daran teil. Auch einige Nichtgläubige hören mit großem Interesse zu und stellen viele Fragen. Ich erhalte viele Briefe mit Worten der Dankbarkeit, und manche verursachen Tränen in meinen Augen. Zum Beispiel die Notiz einer Frau: “Lieber M., Gott selbst hat dich heute zu mir gesandt. Ich fühlte mich sehr allein. Als ich mich am schlimmsten fühlte, erhielt ich eine Einladung zu einer Unterrichtsstunde. Du hast keine Ahnung, wie glücklich ich war. Ich danke dir! Du kommst wirklich immer dann, wenn du am meisten gebraucht wirst! ”

Wir veranstalteten ein Live-Evangelisationskonzert, an dem über 500 Menschen teilnahmen, von denen 90% nicht gläubig sind. Nach dem Konzert erhielt ich Dankesnachrichten. Die Leute schrieben, dass dieses Konzert für sie Licht in einem Tunnel der Finsternis wurde!

Mitarbeiter in Jerusalem

 

RADIO ALS WERKZEUG DER EVANGELISATION

Auch das Radioprogramm bringt immer mehr gute Frucht: Nach meiner letzten Sendung erhielt ich einen Anruf von einer Frau, die mir sagte, dass sie Jüdin sei und dass die Sendung einen starken Eindruck auf sie gemacht habe. Sie möchte mehr über Gott erfahren und an unseren Online-Treffen teilnehmen. Sie ist sehr vorsichtig und hat mir immer noch nicht ihren Namen und ihre Telefonnummer gegeben. Bitte beten Sie für diesen erstaunlichen Dienst.

Außerdem miete ich mir Zeit im Radio von einer völlig unreligiösen jüdischen Frau, die eine bekannte Ärztin unter russischsprachigen Chicagoern ist. Sie glaubt, es sei mein Anliegen, aufgrund der Thora Menschen zu helfen, die wegen der Pandemie an Einsamkeit leiden. Daher ist ihr ganzes Publikum, das sie seit 20 Jahren aufgebaut hat, auch zu meiner Zuhörerschaft geworden! Darüber hinaus wird dieses Programm auch auf Facebook veröffentlicht und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Der Hauptempfänger aller meiner Sendungen ist jedoch in erster Linie die Ärztin selbst. Sie ist immer mit dabei und hört sehr genau auf meine Programme und stellt sehr gute Fragen, was das Programm eher zu einer Talkshow als nur zu einem Bericht macht. Ehrlich gesagt, hätte ich mir so etwas nie träumen lassen!

Kirill Swiderski, Chicago

 

GOTT ÖFFNET EINE GROßE NEUE TÜR

Da sich jetzt viele Türen für eine persönliche Begegnung mit jüdischen Suchenden schließen, öffnet Gott eine große neue Tür, um die Botschaft Jeschuas online via Zoom- und Skype-Treffen weiterzugeben. Und die Menschen sind so hungrig nach Gottes Wort, sogar nach seinem Licht in dieser dunklen und unsicheren Zeit. Ich führe wöchentliche Bibelstunden und verschiedene Lehrprogramme durch und mache unsere jüdischen Brüder und Schwestern zu Nachfolgern Jeschuas. Und welch ein großer Segen ist das! Immer mehr Menschen sehen die Notwendigkeit einer persönlichen und engen Beziehung zu Jeschua, in der sie Ihm ihr Leben anvertrauen.

Evgeni Ivanov, Osnabrück

 

Oktober 2020

JÜDISCHE ATHEISTIN FINDET GOTT
„Sie müssen verstehen”, erinnerte mich die 80-jährige Esther* (Name geändert), „unsere ganze Generation wurde in der Sowjetunion mit Atheismus vollgestopft. Vom Kindergarten bis zur Uni hörten wir ständig: `Es gibt keinen Gott!´ In meinem Beruf wurde ich ständig vom KGB überwacht. Und sogar auf dem Heimweg wagte ich keine Blicke in Richtung religiöser Einrichtungen, einfach um möglichen Vorwürfen vorzubeugen.” Esthers Beschreibung trifft ins Schwarze, was die Mentalität jüdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion betrifft, und das sind genau die jüdischen Menschen, mit denen wir über den Messias ins Gespräch kommen. Doch was kann schon den Geist Gottes stoppen?! Und so betete sie mit mir noch im selben Gespräch für die Vergebung ihrer Sünden und lud den Messias Jeschua in ihr Leben ein.
Igor Swiderski, München

OUTREACH – BERLIN
Obwohl wegen der Coronakrise keine israelischen Touristen mehr nach Berlin kommen, treffen wir bei unseren Straßeneinsätzen immer wieder Juden aus aller Welt. So z.B. Mottel* (Name geändert), einen farbigen, aus USA stammenden orthodoxen Juden, der seit vielen Jahren in Berlin lebt. Zu meinem Erstaunen war er sehr offen und nahm das NT und weitere Literatur gerne an und setzte sich eine Weile zu uns. Seitdem hält Mottel* mit uns Kontakt, kommt regelmäßig zu unseren Schabbat-Veranstaltungen und feierte Sukkot mit uns. Bitte beten Sie für Mottel*, dass er sein Herz für Jeschua öffnet und auch Heilung erlebt und dass Gott uns noch viele Juden schicken möge, denen wir das Heil in Jeschua anbieten dürfen.
Brigitte Weghaus, Berlin

MENSCHEN LEIDEN – WIR HELFEN
Vor einigen Wochen begann der Schulbesuch in Israel, und die Zahl der mit Covid 19 infizierten Menschen stieg sofort an. Heute haben wir mehr als 7000 Patienten pro Tag. Um die Infektionen einzudämmen, beschloss die Regierung mit dem Beginn der Herbstfeste für mehrere Wochen einen kompletten Lockdown.

Dies ist eine große Herausforderung, besonders für Holocaustüberlebende. Mordechai (96) ist einer von vielen, der unter der Einsamkeit sehr leidet: „Vor der Coronakrise ging ich jeden Tag spazieren. Seit einem halben Jahr sitze ich nun schon zuhause. Ich habe niemanden, zu dem ich auch nur ein Wort sagen kann, und es bringt mich um“, berichtet er verzweifelt. „Ich leide sehr unter der Tatsache, dass mich niemand besuchen kann. Vor der Krise kamen regelmäßig Freiwillige zu mir, fast jeden Tag, aber heute nicht mehr, aus Angst, mich anzustecken. Die Schlaflosigkeit quält mich. Ich werde verrückt und habe keine Ahnung, wie ich mit all dem umgehen soll. Als wir jung waren, bauten wir dieses Land auf, aber jetzt hat der Staat das Interesse an uns verloren. Es gibt Nächte, in denen ich weinend aufwache. Haben wir das verdient?“
Es tut mir weh, solche Geschichten zu hören, und wir versuchen, die Situation zu ändern und in dieser Zeit ein Licht zu sein. Seit acht Monaten haben die meisten Holocaustüberlebenden Angst davor, das Haus zu verlassen oder Arztbesuche zu machen. Viele, vor allem diejenigen, die allein leben, kochen kaum für sich selbst. So kochen wir nun für sie und liefern ihnen warmes Essen. Wir versuchen, für jeden von ihnen mehrere Gerichte zuzubereiten. So können sie sich aufwärmen und mehrere Tage lang eine gute Mahlzeit zu sich nehmen. Außerdem helfen wir ihnen beim Lebensmitteleinkauf, bringen sie zu Ärzten und führen online Bibelstunden durch. Wir verteilten über 100 Lebensmittelpakete an Menschen in Not, die die Nahrungsmittel mit Dankbarkeit und Tränen in den Augen entgegennahmen. Der Herr öffnet Türen, um die gute Nachricht weiterzugeben und den Menschen Hoffnung zu verleihen. Ich bin dem Herrn dankbar für diese Gelegenheiten zur Evangelisation. Viele Menschen suchen in diesen Tagen nach Gott, und wir brauchen Ihre Unterstützung, damit sie Ihn, den Messias Israels, Jeschua HaMaschiach, hören und erkennen können.
Maxim Katz, Israel

LESERUMFRAGE: DANKE!
Vielen Dank an alle, die an der Or Jeschua-Leserumfrage teilgenommen haben! Wir sind überwältigt von der großen Anzahl positiver Rückmeldungen und geben unser Bestes, uns auch Ihre Verbesserungsvorschläge zu Herzen zu nehmen. Ein besonderes Dankeschön für alle Themenvorschläge. Wir freuen uns schon, sie in die nächsten Or Jeschua-Ausgaben zu integrieren!
Die Umfrage ist mittlerweile abgeschlossen. Bitte senden Sie jetzt keine ausgefüllten Umfragen mehr an uns.

Juni 2020

SUCHE NACH GOTT
Trotz Isolation und sozialer Distanzierung ist der Dienst an unseren jüdischen Freunden tatsächlich gewachsen und erweitert worden durch ein zusätzliches Online-Bibelstudium. Dadurch können mehr jüdische Menschen eingeladen werden, Gottes Wort zu studieren und es in dieser schwierigen Zeit in ihrem Leben umzusetzen. Viele sind allein zu Hause und haben niemanden, mit dem sie sprechen können. Sie sind sehr besorgt und fürchten um die Zukunft. Ich konnte viele großartige Gespräche führen und dabei Gottes Liebe bezeugen. Viele Juden sind dankbar für Freundschaften und beginnen wirklich nach Gott zu suchen, nach dem Sinn von Leben und Tod. Bitte beten Sie für Vanessa*, Sara*, Ina*, Natanael*, Edi* und Emmi*. Bitte beten Sie für Gottes Weisheit und Führung bei den Gesprächen und Besuchen bei denen, die Gottes Liebe und Trost in Jeschua brauchen.
Evgeni Ivanov, Osnabrück

ERSTAUNLICHES DURCH ONLINE-DIENSTE
Vor sechs Monaten haben wir beschlossen, unsere wöchentlichen Bibelstunden online zu halten. Das Ergebnis war bemerkenswert. Nach kurzer Zeit begannen wir einen weiteren Bibelkurs. Jetzt treffen wir uns jeden Tag online: zweimal pro Woche zum Gebetstreffen, Gottesdienst und Bibelstunden. Eine Stunde widmen wir der Kirchen– und Israelgeschichte und feiern gemeinsam Schabbat. Überraschenderweise sind die Ergebnisse besser als früher, als wir uns im Gemeindehaus trafen. Diejenigen von uns, die vor kurzem zum Glauben kamen und noch nicht beten gelernt haben, fangen jetzt an zu beten und zu verstehen, was das Beten bedeutet! Außerdem können Menschen aus den anderen Bundesstaaten an unseren Treffen teilnehmen. Wir sind dankbar für diese gute Gelegenheit, online Juden zu erreichen, die wir sonst kaum ansprechen könnten. Denn viele scheuen sich vor der Kritik ihrer Verwandten und Freunde, die wissen, dass sie zu einer messianischen Gemeinde gehen.
Kirill Swiderski, Chicago, USA

PASSAHFEIER IN „QUARANTÄNE“
Das Passahmahl haben wir online mit ca. hundert Menschen feiern dürfen. Es war, als säßen wir gemeinsam an einem großen Tisch bei uns Zuhause. Dieser Abend war besonders gesegnet, und wir fühlten uns wie unser Volk damals, das auch in „Quarantäne“ war. Einige Menschen hatten an diesem Abend zum ersten Mal überhaupt an einem Passahmahl teilgenommen. Es war familiär und sehr schön. – Unsere alleinstehenden Geschwister können es kaum erwarten, unsere Gottesdienste wieder zu besuchen. Ihnen fehlen die Gemeinschaft und besonders die Umarmungen, bei denen sie für einen Moment ihre Einsamkeit vergessen können. Viele können leider nicht mit dem Internet umgehen, bleiben aber weiterhin im Gebet und telefonisch mit der Gemeinde verbunden. Wir bieten Online-Gottesdienste an, wie auch viele andere Gemeinden, damit das gemeinsame Gebet und der Zusammenhalt weiterhin bestehen bleiben.
Ivan Fröhlich, Koblenz

SEGNEN IN DER KRISE
Israel versucht langsam aus der Quarantäne herauszukommen und zum normalen Leben zurückzukehren. Wegen der Pandemie mussten viele Projekte eingestellt und Dienste auf Online-Übertragung umgestellt werden. Das Team in Jerusalem ruft die älteren Menschen regelmäßig an. Lobpreiskonzerte und Predigten werden aufgenommen und an Holocaust-Überlebende geschickt, damit sie diese zu Hause anschauen können. Da viele Menschen ihre Arbeit verloren haben und nun ohne Existenzgrundlage sind, werden sie sowohl praktisch mit Lebensmitteln und dem Notwendigsten versorgt, aber auch geistlich ermutigt durch Gebet und das Wort Gottes.
Maxim Katz, Jerusalem

 

KURZ BERICHTET
Die Messianisch-Jüdische Theologische Akademie (MJTA, www.mjta.de), die gerade ihr allererstes Semester durchgeführt hat, soll ein Schlüsselwerk werden, um neue Leiter für den jüdisch-messianischen Dienst auszubilden. Da die Kurse sowieso per live-online-Unterricht stattfinden, hat die Corona-Situation hier keinerlei Auswirkung. Mit Gottes Hilfe gibt es auch Fortschritte in den Verhandlungen um einen internationalen Masterabschluss (MA in Jewish Studies). Bitte beten Sie, dass alles gut vorankommt und dass der Herr berufene Menschen für den jüdischen Dienst als neue Studenten schickt.

Beit Sar Shalom Evangeliumsdienst macht aus der Not eine Tugend und nutzte die Corona-Krise u. a. mit einer ganz neuen Initiative: Messianische Talk-Shows, die auf YouTube live übertragen werden. Spannende Themen, wie z.B. „Messianischer Lobpreis“, „Kirche und messianische Juden – ein Spannungsfeld“ wurden u. a. diskutiert mit jüdisch-messianischen Leitern. Die Zuschauer können ihre Fragen im Live-Chat an unsere Gäste stellen und gerne auch Themen für die nächsten Talkshows vorschlagen! (www.beitsarshalom.org/messianische-talkshow).

 

April 2020

HUNGER NACH GOTT
Etwas Besonderes geschieht zurzeit in unserer wöchentlichen Bibelstunde. Die Teilnehmer sehnen sich nach unseren Treffen und lesen selbstständig in der Bibel. Sie möchten Gott mehr kennenlernen und erforschen die Schrift. Ich erinnere mich, wie es am Anfang unserer Treffen war, als das Interesse für Gott kaum vorhanden war, es war eher ein reines Interesse an Gemeinschaft. Sie sind jetzt viel offener für die Frohe Botschaft. Bitte beten Sie auch weiterhin für die Teilnehmer, die schon so viel gehört haben, doch den wichtigsten Schritt noch vor sich haben, damit sie die Zweifel hinter sich lassen können.
Evgeni Ivanov, Osnabrück

 

SCHRITT FÜR SCHRITT MIT JESCHUA
Es erfüllt uns mit Freude, wenn Gottes Wirken im Leben von Menschen sichtbar wird! So erleben wir es im Moment auch bei Gabriela* (Name geändert), die ich schon seit zwei Jahren begleite. Vor kurzem kehrte sie in ihr Heimatland zurück. Doch bevor ihre Zeit in Deutschland zu Ende ging, wollte sie gerne alte Lasten in ihrem Leben mit Gottes Hilfe bereinigen. Gabriela* ist mit Jeschua auch den nächsten Schritt gegangen und hat sich taufen lassen. Wie wunderbar! Bitte beten Sie für sie um besonderen Schutz und Führung des Herrn.
Deborah Haupt, Berlin

 

GEISTLICHES KINDERWACHSTUM
Es gibt gute Nachrichten von unserer Gemeinde. Wir haben eine größere Gruppe von Kindern in unserer Gemeinde, und es ist sehr erfreulich zu sehen, wie sie geistlich wachsen. Wir behalten unsere Kinder während der Gottesdienste und Bibelstunden bei uns, damit sie eine gute Möglichkeit haben, nicht nur zu studieren, sondern auch zu lernen, gemäß der Bibel zu leben. Meine Frau und ich haben sehr viel Zeit darin investiert, die Kinder zu lehren, und die guten Früchte sind schon sichtbar. Bitte beten Sie für diese zukünftige Generation unserer Gemeinde.
Boris Goldin, Florida, USA   

 

GESEGNETER MUSIKABEND
Ein geistlich sehr gesegnetes Event war für uns der Musik- und Lese-Abend mit Samuel Koch und den Marienschwestern aus Darmstadt Eberstadt. Ungefähr 800 Menschen haben diese Veranstaltung besucht. Besonders wurde die Resilienz des jüdischen Volkes in den Fokus gestellt und mit den Gästen im Saal der Frage nachgegangen, wer die messianischen Juden überhaupt sind und welche Funktion sie erfüllen. Unsere Tochter Johanna gab Zeugnis aus ihrem Schulleben, und wir begleiteten den Abend mit hebräischen Liedern. Es war überwältigend zu sehen, mit welcher geistlichen Leidenschaft und Tiefe dieser Abend verlief. Die Resonanz war danach sehr gut, und einige Gemeinden haben sich gemeldet, um mehr über uns zu erfahren.
Ivan Fröhlich, Koblenz

 

KURZ BERICHTET
Lianne Krizky berichtet, dass sie in Haifa/Israel eine neue Runde eines Aleph-Seminars (Alpha-Kurs) begonnen haben. Am ersten Treffen nahmen etwa 30 Personen teil. Das Ziel ist nicht nur, die Menschen über Jeschua (Jesus) zu informieren, sondern ihnen ein Verständnis für das gesamte Bild von Gottes Rettungsplan zu vermitteln – von der Schöpfung bis zur Erlösung. Das 10-wöchige Programm soll den Teilnehmern helfen, durch Gemeinschaft und neu geknüpfte Freundschaften die Frohe Botschaft zu Herzen zu nehmen.

Maxim Katz berichtet aus Jerusalem, dass mit Spenden von Freunden in den letzten Monaten eine Augenklinik für Holocaustüberlebende eingerichtet werden konnte. Sie erhielten dort eine kostenlose Augenuntersuchung und Brillen geschenkt. Das Team konnte in sieben verschiedenen Städten Israels mehr als 300 Menschen dienen und sie segnen. Jeder einzelne erhielt nicht nur eine Brille geschenkt, sondern auch eine Bibel und weitere geistliche Literatur. Ein Follow-up mit Hausbesuchen bei den Holocaustüberlebenden ist schon geplant.

Während der Corona-Krise haben wir gemeinsam mit unseren Partnerwerken in 18 verschiedenen Ländern mehrere vielfältige Online-Angebote (u.a. live) initiiert, die Hunderttausende von Menschen erreichen.

 

Februar 2020

EIN GANZ BESONDERES FEST
„Was für ein tolles Fest!“ sagte Rebekka* (Name geändert), eine junge jüdische Dame, die zum allerersten Mal unsere jüdisch-messianische Gemeinde „Ets Haim“ (Baum des Lebens) in München während der Chanukkazeit im Dezember besucht hat. Ich (Vita) überhörte Rebekkas* Gespräch mit einer unserer Leiterinnen, die ihr antwortete: „Oh, ja! Wir feiern jede Woche ein tolles Fest. Kommen Sie doch einfach zu einem unserer Gottesdienste am Samstagmorgen.“ Und tatsächlich ist Chanukka ein ganz besonderes Fest, das uns daran erinnert, wie Gott sein jüdisches Volk gerettet, ihm einen Sieg gegen die viel größeren griechischen Feindesmächte gegeben hat und den geschändeten Tempel in Jerusalem wieder einweihen ließ. Igor rief die rund 40 Teilnehmer ganz klar dazu auf, ihr Leben wieder Gott zu weihen durch die Nachfolge Jeschuas (Jesus), unseres Messias und Retters. „Das war genau das, was ich gerade brauchte!“ sagte ein anderer Besucher.
Igor & Vita Swiderski, München

 

CHANUKKA-WUNDER
Ich habe auch ein persönliches Wunder zum Chanukkafest erlebt. Kurz vor der Chanukkafeier in unserer jüdisch-messianischen Gemeinde habe ich eine Bekannte von meinem Vater aus unserer früheren Heimatstadt in Russland getroffen. Sie und ihr Mann kennen meine Familie sehr gut. Ich habe sie persönlich eingeladen. Und sie kam zum Fest. Ich war sehr froh darüber, dass es ihr gut gefallen hat und sie eine gute Gemeinschaft mit anderen hatte. Sie und ihr Mann sind beide Juden! Bitte beten Sie für Margarita und ihren Mann, dass sie bald zum Glauben an ihren Messias Jeschua kommen! Noch sehr interessant ist, dass Margarita auch anderen jüdischen Freunden meines Vaters über ihren Besuch bei unserem Chanukkafest erzählt hat. Gott ist treu und tut Wunder!
Evgeni Ivanov, Osnabrück

 

EVANGELISTISCHE ADVENTSFEIER
Am 1. Advent konnten wir zu uns nach Hause zu einer evangelistischen Adventsfeier einladen. Drei Israelis, ein Muslim und andere (jüdische) Freunde waren dabei, und wir hatten viel Freude beim Plätzchenbacken und Weihnachtsliedersingen. Deborah hat in einer Andacht über Jeschua als das Licht gesprochen und über Simeon und Hanna, die im Tempel erkannten, dass Er der Messias ist. Daraufhin gab es eine interessante Gesprächsrunde mit guten Rückfragen. Mögen unsere jüdischen Freunde und der muslimische junge Mann Jeschua als ihren Messias erkennen!
Deborah & David Haupt, Berlin

 

VIELVERSPRECHENDE PROJEKTE
Im Laufe der vergangenen Jahre haben 1.500 Schüler unsere Musik- und Kunstschule besucht, ca. 170 Soldaten nach dem Abschluss ihres Dienstes in der Armee an unserem Eagle- (Adler-Jüngerschaft) Programm teilgenommen und sind in ihrer Gemeinde und in Evangelisation aktiv geworden. Ca. 4.000 Neueinwanderer haben humanitäre Hilfe und Beratung sowie Schulungen und Seminare durch unser Olim-Projekt erhalten, und einige haben sich unserer Gemeinde angeschlossen. Durch diese Projekte gibt es viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Evangelisation und Seelsorge ganz praktisch anzugehen. Daher möchten wir euch bitten, unser Team hier in Haifa in unserer Gemeinde „Return to Zion“ (Rückkehrer nach Zion) mit Gebet zu begleiten!
Lianne Wall-Krizky, Haifa, Israel

 

KURZ BERICHTET
Beit Sar Shalom in ISRAEL hat ein weltweites digitales Programm in russischer Sprache geschaffen, das nun bereits in 50 Ländern der Erde gesehen und gehört wird und mehr als zehntausend Abonnenten hat. Täglich gehen Dutzende Briefe von Juden aus der ganzen Welt ein, die Fragen bezüglich des Glaubens stellen. Es wurden schon Entscheidungen für Jeschua getroffen, und Leute wollen zur geplanten Konferenz im nächsten Jahr nach Israel kommen, um getauft zu werden!

In der UKRAINE arbeitet Beit Sar Shalom mit einem Netzwerk von 20 jüdisch-messianischen Gemeinden in 13 Städten zusammen. Wir waren in der Lage, viele verschiedene Dienste in den Gemeinden zu unterstützen: Rehazentren, Gefängnisarbeit, Jugendprojekte, Evangelisation und humanitäre Hilfe. 2019 wurden Lehrkonferenzen durchgeführt sowie Seminare für lokale Gemeinden und evangelistische Hausgruppen („Worm Houses“). Durch die verschiedenen Dienste in dem Gemeindenetzwerk haben im letzten Jahr 63 Juden und über 20 Nichtjuden Jeschua als ihren Messias und Retter angenommen und sich taufen lassen.