Juni 2020

SUCHE NACH GOTT
Trotz Isolation und sozialer Distanzierung ist der Dienst an unseren jüdischen Freunden tatsächlich gewachsen und erweitert worden durch ein zusätzliches Online-Bibelstudium. Dadurch können mehr jüdische Menschen eingeladen werden, Gottes Wort zu studieren und es in dieser schwierigen Zeit in ihrem Leben umzusetzen. Viele sind allein zu Hause und haben niemanden, mit dem sie sprechen können. Sie sind sehr besorgt und fürchten um die Zukunft. Ich konnte viele großartige Gespräche führen und dabei Gottes Liebe bezeugen. Viele Juden sind dankbar für Freundschaften und beginnen wirklich nach Gott zu suchen, nach dem Sinn von Leben und Tod. Bitte beten Sie für Vanessa*, Sara*, Ina*, Natanael*, Edi* und Emmi*. Bitte beten Sie für Gottes Weisheit und Führung bei den Gesprächen und Besuchen bei denen, die Gottes Liebe und Trost in Jeschua brauchen.
Evgeni Ivanov, Osnabrück

ERSTAUNLICHES DURCH ONLINE-DIENSTE
Vor sechs Monaten haben wir beschlossen, unsere wöchentlichen Bibelstunden online zu halten. Das Ergebnis war bemerkenswert. Nach kurzer Zeit begannen wir einen weiteren Bibelkurs. Jetzt treffen wir uns jeden Tag online: zweimal pro Woche zum Gebetstreffen, Gottesdienst und Bibelstunden. Eine Stunde widmen wir der Kirchen– und Israelgeschichte und feiern gemeinsam Schabbat. Überraschenderweise sind die Ergebnisse besser als früher, als wir uns im Gemeindehaus trafen. Diejenigen von uns, die vor kurzem zum Glauben kamen und noch nicht beten gelernt haben, fangen jetzt an zu beten und zu verstehen, was das Beten bedeutet! Außerdem können Menschen aus den anderen Bundesstaaten an unseren Treffen teilnehmen. Wir sind dankbar für diese gute Gelegenheit, online Juden zu erreichen, die wir sonst kaum ansprechen könnten. Denn viele scheuen sich vor der Kritik ihrer Verwandten und Freunde, die wissen, dass sie zu einer messianischen Gemeinde gehen.
Kirill Swiderski, Chicago, USA

PASSAHFEIER IN „QUARANTÄNE“
Das Passahmahl haben wir online mit ca. hundert Menschen feiern dürfen. Es war, als säßen wir gemeinsam an einem großen Tisch bei uns Zuhause. Dieser Abend war besonders gesegnet, und wir fühlten uns wie unser Volk damals, das auch in „Quarantäne“ war. Einige Menschen hatten an diesem Abend zum ersten Mal überhaupt an einem Passahmahl teilgenommen. Es war familiär und sehr schön. – Unsere alleinstehenden Geschwister können es kaum erwarten, unsere Gottesdienste wieder zu besuchen. Ihnen fehlen die Gemeinschaft und besonders die Umarmungen, bei denen sie für einen Moment ihre Einsamkeit vergessen können. Viele können leider nicht mit dem Internet umgehen, bleiben aber weiterhin im Gebet und telefonisch mit der Gemeinde verbunden. Wir bieten Online-Gottesdienste an, wie auch viele andere Gemeinden, damit das gemeinsame Gebet und der Zusammenhalt weiterhin bestehen bleiben.
Ivan Fröhlich, Koblenz

SEGNEN IN DER KRISE
Israel versucht langsam aus der Quarantäne herauszukommen und zum normalen Leben zurückzukehren. Wegen der Pandemie mussten viele Projekte eingestellt und Dienste auf Online-Übertragung umgestellt werden. Das Team in Jerusalem ruft die älteren Menschen regelmäßig an. Lobpreiskonzerte und Predigten werden aufgenommen und an Holocaust-Überlebende geschickt, damit sie diese zu Hause anschauen können. Da viele Menschen ihre Arbeit verloren haben und nun ohne Existenzgrundlage sind, werden sie sowohl praktisch mit Lebensmitteln und dem Notwendigsten versorgt, aber auch geistlich ermutigt durch Gebet und das Wort Gottes.
Maxim Katz, Jerusalem

 

KURZ BERICHTET
Die Messianisch-Jüdische Theologische Akademie (MJTA, www.mjta.de), die gerade ihr allererstes Semester durchgeführt hat, soll ein Schlüsselwerk werden, um neue Leiter für den jüdisch-messianischen Dienst auszubilden. Da die Kurse sowieso per live-online-Unterricht stattfinden, hat die Corona-Situation hier keinerlei Auswirkung. Mit Gottes Hilfe gibt es auch Fortschritte in den Verhandlungen um einen internationalen Masterabschluss (MA in Jewish Studies). Bitte beten Sie, dass alles gut vorankommt und dass der Herr berufene Menschen für den jüdischen Dienst als neue Studenten schickt.

Beit Sar Shalom Evangeliumsdienst macht aus der Not eine Tugend und nutzte die Corona-Krise u. a. mit einer ganz neuen Initiative: Messianische Talk-Shows, die auf YouTube live übertragen werden. Spannende Themen, wie z.B. „Messianischer Lobpreis“, „Kirche und messianische Juden – ein Spannungsfeld“ wurden u. a. diskutiert mit jüdisch-messianischen Leitern. Die Zuschauer können ihre Fragen im Live-Chat an unsere Gäste stellen und gerne auch Themen für die nächsten Talkshows vorschlagen! (www.beitsarshalom.org/messianische-talkshow).

 

April 2020

HUNGER NACH GOTT
Etwas Besonderes geschieht zurzeit in unserer wöchentlichen Bibelstunde. Die Teilnehmer sehnen sich nach unseren Treffen und lesen selbstständig in der Bibel. Sie möchten Gott mehr kennenlernen und erforschen die Schrift. Ich erinnere mich, wie es am Anfang unserer Treffen war, als das Interesse für Gott kaum vorhanden war, es war eher ein reines Interesse an Gemeinschaft. Sie sind jetzt viel offener für die Frohe Botschaft. Bitte beten Sie auch weiterhin für die Teilnehmer, die schon so viel gehört haben, doch den wichtigsten Schritt noch vor sich haben, damit sie die Zweifel hinter sich lassen können.
Evgeni Ivanov, Osnabrück

 

SCHRITT FÜR SCHRITT MIT JESCHUA
Es erfüllt uns mit Freude, wenn Gottes Wirken im Leben von Menschen sichtbar wird! So erleben wir es im Moment auch bei Gabriela* (Name geändert), die ich schon seit zwei Jahren begleite. Vor kurzem kehrte sie in ihr Heimatland zurück. Doch bevor ihre Zeit in Deutschland zu Ende ging, wollte sie gerne alte Lasten in ihrem Leben mit Gottes Hilfe bereinigen. Gabriela* ist mit Jeschua auch den nächsten Schritt gegangen und hat sich taufen lassen. Wie wunderbar! Bitte beten Sie für sie um besonderen Schutz und Führung des Herrn.
Deborah Haupt, Berlin

 

GEISTLICHES KINDERWACHSTUM
Es gibt gute Nachrichten von unserer Gemeinde. Wir haben eine größere Gruppe von Kindern in unserer Gemeinde, und es ist sehr erfreulich zu sehen, wie sie geistlich wachsen. Wir behalten unsere Kinder während der Gottesdienste und Bibelstunden bei uns, damit sie eine gute Möglichkeit haben, nicht nur zu studieren, sondern auch zu lernen, gemäß der Bibel zu leben. Meine Frau und ich haben sehr viel Zeit darin investiert, die Kinder zu lehren, und die guten Früchte sind schon sichtbar. Bitte beten Sie für diese zukünftige Generation unserer Gemeinde.
Boris Goldin, Florida, USA   

 

GESEGNETER MUSIKABEND
Ein geistlich sehr gesegnetes Event war für uns der Musik- und Lese-Abend mit Samuel Koch und den Marienschwestern aus Darmstadt Eberstadt. Ungefähr 800 Menschen haben diese Veranstaltung besucht. Besonders wurde die Resilienz des jüdischen Volkes in den Fokus gestellt und mit den Gästen im Saal der Frage nachgegangen, wer die messianischen Juden überhaupt sind und welche Funktion sie erfüllen. Unsere Tochter Johanna gab Zeugnis aus ihrem Schulleben, und wir begleiteten den Abend mit hebräischen Liedern. Es war überwältigend zu sehen, mit welcher geistlichen Leidenschaft und Tiefe dieser Abend verlief. Die Resonanz war danach sehr gut, und einige Gemeinden haben sich gemeldet, um mehr über uns zu erfahren.
Ivan Fröhlich, Koblenz

 

KURZ BERICHTET
Lianne Krizky berichtet, dass sie in Haifa/Israel eine neue Runde eines Aleph-Seminars (Alpha-Kurs) begonnen haben. Am ersten Treffen nahmen etwa 30 Personen teil. Das Ziel ist nicht nur, die Menschen über Jeschua (Jesus) zu informieren, sondern ihnen ein Verständnis für das gesamte Bild von Gottes Rettungsplan zu vermitteln – von der Schöpfung bis zur Erlösung. Das 10-wöchige Programm soll den Teilnehmern helfen, durch Gemeinschaft und neu geknüpfte Freundschaften die Frohe Botschaft zu Herzen zu nehmen.

Maxim Katz berichtet aus Jerusalem, dass mit Spenden von Freunden in den letzten Monaten eine Augenklinik für Holocaustüberlebende eingerichtet werden konnte. Sie erhielten dort eine kostenlose Augenuntersuchung und Brillen geschenkt. Das Team konnte in sieben verschiedenen Städten Israels mehr als 300 Menschen dienen und sie segnen. Jeder einzelne erhielt nicht nur eine Brille geschenkt, sondern auch eine Bibel und weitere geistliche Literatur. Ein Follow-up mit Hausbesuchen bei den Holocaustüberlebenden ist schon geplant.

Während der Corona-Krise haben wir gemeinsam mit unseren Partnerwerken in 18 verschiedenen Ländern mehrere vielfältige Online-Angebote (u.a. live) initiiert, die Hunderttausende von Menschen erreichen.

 

Februar 2020

EIN GANZ BESONDERES FEST
„Was für ein tolles Fest!“ sagte Rebekka* (Name geändert), eine junge jüdische Dame, die zum allerersten Mal unsere jüdisch-messianische Gemeinde „Ets Haim“ (Baum des Lebens) in München während der Chanukkazeit im Dezember besucht hat. Ich (Vita) überhörte Rebekkas* Gespräch mit einer unserer Leiterinnen, die ihr antwortete: „Oh, ja! Wir feiern jede Woche ein tolles Fest. Kommen Sie doch einfach zu einem unserer Gottesdienste am Samstagmorgen.“ Und tatsächlich ist Chanukka ein ganz besonderes Fest, das uns daran erinnert, wie Gott sein jüdisches Volk gerettet, ihm einen Sieg gegen die viel größeren griechischen Feindesmächte gegeben hat und den geschändeten Tempel in Jerusalem wieder einweihen ließ. Igor rief die rund 40 Teilnehmer ganz klar dazu auf, ihr Leben wieder Gott zu weihen durch die Nachfolge Jeschuas (Jesus), unseres Messias und Retters. „Das war genau das, was ich gerade brauchte!“ sagte ein anderer Besucher.
Igor & Vita Swiderski, München

 

CHANUKKA-WUNDER
Ich habe auch ein persönliches Wunder zum Chanukkafest erlebt. Kurz vor der Chanukkafeier in unserer jüdisch-messianischen Gemeinde habe ich eine Bekannte von meinem Vater aus unserer früheren Heimatstadt in Russland getroffen. Sie und ihr Mann kennen meine Familie sehr gut. Ich habe sie persönlich eingeladen. Und sie kam zum Fest. Ich war sehr froh darüber, dass es ihr gut gefallen hat und sie eine gute Gemeinschaft mit anderen hatte. Sie und ihr Mann sind beide Juden! Bitte beten Sie für Margarita und ihren Mann, dass sie bald zum Glauben an ihren Messias Jeschua kommen! Noch sehr interessant ist, dass Margarita auch anderen jüdischen Freunden meines Vaters über ihren Besuch bei unserem Chanukkafest erzählt hat. Gott ist treu und tut Wunder!
Evgeni Ivanov, Osnabrück

 

EVANGELISTISCHE ADVENTSFEIER
Am 1. Advent konnten wir zu uns nach Hause zu einer evangelistischen Adventsfeier einladen. Drei Israelis, ein Muslim und andere (jüdische) Freunde waren dabei, und wir hatten viel Freude beim Plätzchenbacken und Weihnachtsliedersingen. Deborah hat in einer Andacht über Jeschua als das Licht gesprochen und über Simeon und Hanna, die im Tempel erkannten, dass Er der Messias ist. Daraufhin gab es eine interessante Gesprächsrunde mit guten Rückfragen. Mögen unsere jüdischen Freunde und der muslimische junge Mann Jeschua als ihren Messias erkennen!
Deborah & David Haupt, Berlin

 

VIELVERSPRECHENDE PROJEKTE
Im Laufe der vergangenen Jahre haben 1.500 Schüler unsere Musik- und Kunstschule besucht, ca. 170 Soldaten nach dem Abschluss ihres Dienstes in der Armee an unserem Eagle- (Adler-Jüngerschaft) Programm teilgenommen und sind in ihrer Gemeinde und in Evangelisation aktiv geworden. Ca. 4.000 Neueinwanderer haben humanitäre Hilfe und Beratung sowie Schulungen und Seminare durch unser Olim-Projekt erhalten, und einige haben sich unserer Gemeinde angeschlossen. Durch diese Projekte gibt es viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Evangelisation und Seelsorge ganz praktisch anzugehen. Daher möchten wir euch bitten, unser Team hier in Haifa in unserer Gemeinde „Return to Zion“ (Rückkehrer nach Zion) mit Gebet zu begleiten!
Lianne Wall-Krizky, Haifa, Israel

 

KURZ BERICHTET
Beit Sar Shalom in ISRAEL hat ein weltweites digitales Programm in russischer Sprache geschaffen, das nun bereits in 50 Ländern der Erde gesehen und gehört wird und mehr als zehntausend Abonnenten hat. Täglich gehen Dutzende Briefe von Juden aus der ganzen Welt ein, die Fragen bezüglich des Glaubens stellen. Es wurden schon Entscheidungen für Jeschua getroffen, und Leute wollen zur geplanten Konferenz im nächsten Jahr nach Israel kommen, um getauft zu werden!

In der UKRAINE arbeitet Beit Sar Shalom mit einem Netzwerk von 20 jüdisch-messianischen Gemeinden in 13 Städten zusammen. Wir waren in der Lage, viele verschiedene Dienste in den Gemeinden zu unterstützen: Rehazentren, Gefängnisarbeit, Jugendprojekte, Evangelisation und humanitäre Hilfe. 2019 wurden Lehrkonferenzen durchgeführt sowie Seminare für lokale Gemeinden und evangelistische Hausgruppen („Worm Houses“). Durch die verschiedenen Dienste in dem Gemeindenetzwerk haben im letzten Jahr 63 Juden und über 20 Nichtjuden Jeschua als ihren Messias und Retter angenommen und sich taufen lassen.