Zeugnisse unserer Mitarbeiter Januar/Februar 2021

Februar 2021

JESCHUA IST UNSERE KAPPARA!

Das sch√∂nste Chanukka-Geschenk war, dass in der Chanukkawoche meine israelische j√ľdische Freundin Shira* (Name ge√§ndert) zu Besuch zu mir nach Hause kam. Sofort sah sie, dass meine Wohnung viele Erinnerungen an Israel enth√§lt, z.B. das Gem√§lde an der Wand mit dem Bild der Klagemauer und der Altstadt Jerusalems. Shira ist sehr liberal und anti-religi√∂s eingestellt und war dann sogleich bei ihrem kritischen Thema. Ich erz√§hlte ihr, wie Jeschua in mein Leben kam und ich dann die Kirche, in der ich aufwuchs, verlie√ü, – ‚Äěein religi√∂ses System mit vielen menschengemachten Regeln ‚Ķ Jeschua aber schenkt das echte neue Leben und eine pers√∂nliche Beziehung‚Äú ‚Ķ ‚ÄěJeden Tag hilft er mir, t√§glich bete ich zu ihm‚Äú, erkl√§rte ich ihr. Ich konnte ihr das Evangelium erkl√§ren, dass Jeschua sein Leben f√ľr meine Lebensschuld hingegeben hat ‚Ķ ‚ÄěWieso? Du oder ich ‚Äď wir haben doch keine Lebensschuld‚Äú warf sie ein. Ich erkl√§rte ihr, dass Elohim (Gott) heilig ist und wir mit unseren Fehlern vor dem heiligen Gott nicht bestehen k√∂nnen, dass Jeschua unsere ‚ÄěKappara‚Äú (Bedeckung f√ľr unsere S√ľnden) ‚Äď das reine und fehlerlose ‚ÄěSeh haElohim‚Äú (Lamm Gottes), ist. So stellte Shira mir zu meinem gro√üen Erstaunen immer neue Fragen. Ich sagte ihr, dass es nicht darum gehe, 613 j√ľdische Gesetze einzuhalten, sondern wir gem√§√ü der Tora Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzem Gem√ľt lieben sollen und den N√§chsten wie uns selbst. ‚ÄěDann haben wir das ganze Gesetz erf√ľllt‚Äú. Sie schien nachdenklich zu werden. Wir z√ľndeten die Kerzen an der Chanukkia an und betrachteten gemeinsam den hebr√§ischen Vers aus 2. Samuel 22,29: ‚ÄěHerr, du bist mein Licht, du, Herr, hast meine Finsternis erhellt.‚Äú¬† – Dieses Treffen mit Shira war f√ľr mich das sch√∂nste Chanukka-Geschenk.

Bitte betet f√ľr Shira und ihren Mann Avi* sowie die ganze Familie, dass sie von Jeschuas Liebe angezogen werden und Ihn als ihren Messias sehen k√∂nnen, dass die ausgestreuten Samen viel Frucht bringen werden. Oh wie sehr w√ľnsche ich mir noch mehr solcher Begegnungen in diesem neuen Jahr!

Brigitte Weghaus, Berlin

 

DIE √ĄRZTE HABEN KEINE ERKL√ĄRUNG

In unserer Gemeinde gibt es ein Ehepaar. Und k√ľrzlich stellten wir fest, dass sie kaum Kontakt zu anderen haben und wenig mit anderen Geschwistern kommunizieren. Wir fragten, was los sei. Bei einer medizinischen Untersuchung stellte sich heraus, dass die Frau einen Tumor hatte.¬† Unsere Gemeinde begann f√ľr sie zu beten. Nach einer Weile wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert, um sie f√ľr die Operation vorzubereiten. Sie war sehr besorgt und √§ngstlich davor, dass wegen des Tumors ihre weiblichen Organe entfernt werden m√ľssten und die Biopsie best√§tigen w√ľrde, dass es sich um Krebs handelte. Am Tag der Operation haben wir besonders intensiv gebetet.

Wir hatten einen Tag lang keine Nachricht von ihr und waren alle sehr besorgt. Endlich meldete sich ihr Mann und teilte uns mit, dass es eine Operation gab, aber der Tumor nicht entfernt wurde, – weil er nicht da war! Vor der Operation hatte seine Frau drei Untersuchungen, es gab R√∂ntgenbilder, und alle zeigten einen Tumor. Aber als die √Ąrzte anfingen, sie zu operieren, stellte sich heraus, dass es keinen Tumor gab. Die √Ąrzte haben keine Erkl√§rung. Sie sagten der Patientin, die sich gerade von der An√§sthesie erholte, nicht einmal sofort Bescheid. Ehre sei Gott, der die Gebete derer h√∂rt, die auf ihn hoffen!

Mitarbeiter in Israel

 

DER HERR GIBT KRAFT

Wir beten und suchen nach M√∂glichkeiten, unseren Dienst zu verbessern, aber es ist eine Herausforderung. Es gab eine Zeit, da wollten unsere H√§nde ermatten, und wir hatten keine Kraft mehr, weiterzumachen.¬† Aber der Herr gibt Superkraft.¬† Zum Beispiel N., er nahm an unseren Freizeiten teil und half sogar als Leiter mit. Aber nach der Armee verschwand er, wurde ein Drogendealer und hatte Probleme mit der Polizei. In unserem letzten Camp bat er darum, uns besuchen zu d√ľrfen. Ich hatte ein tolles Gespr√§ch mit ihm.¬† Nach einer Weile schloss er Frieden mit seiner Mutter. W√§hrend der Quarant√§ne kommunizierten wir weiter und beteten. Als es eine hohe Arbeitslosigkeit gab, konnte er eine perfekte Arbeit finden. Er brach alle Kontakte zu alten Freunden ab, mietete eine Wohnung und begann ein neues Leben. Vor ein paar Tagen rief er mich an und sagte, er sei so gl√ľcklich, weil er zur Gemeinde zur√ľckgekehrt sei.

Mitarbeiter in Israel

 

ENTFACHEN DES GLAUBENS

W√§hrend die Einschr√§nkungen im Zusammenhang mit Covid-19 weiterhin gelten, beten wir f√ľr kreative und effektive Wege, um die Menschen um uns herum zu erreichen. In den vergangenen Wochen konnten wir Heizk√∂rper und Decken an Neueinwanderer verteilen. Dem Herrn sei Dank, k√∂nnen wir durch diesen Dienst die Herzen der Menschen erreichen und ihren Glauben an das Gute neu entfachen.

Die hohen Preise f√ľr Wohnraum und Lebenshaltung zwingen viele Rentner jedoch dazu, aus Mietwohnungen in Wohnheime zu ziehen. Dies gilt insbesondere f√ľr diejenigen, die in Israel keine Rente erhalten k√∂nnen und gezwungen sind, Sozialhilfe im Alter zu beantragen. Viele dieser Omas und Opas, sind im Rentenalter eingewandert und hatten keine M√∂glichkeit, eine neue Karriere in ihrer historischen Heimat zu verfolgen. Das Leben in einem israelischen Wohnheim unterscheidet sich grundlegend von Pflegeheimen. In der Tat sind dies nur preiswerte, kleine Apartments mit eigener K√ľche und eigenem Bad. Sie verf√ľgen √ľber die n√∂tigen Annehmlichkeiten, aber das reicht meist nicht aus. Das Alter nimmt den Menschen manchmal nicht nur ihre fr√ľhere Sch√∂nheit und Gesundheit, sondern auch die M√∂glichkeit, sich selbst zu versorgen und warmes Essen zuzubereiten. Unsere Gemeinde hat daher die Initiative ergriffen, um √§lteren Einwanderern, die in 2 Wohnheimen in Haifa leben, w√∂chentlich warme Mahlzeiten anzubieten.

Unsere Mitarbeiter in Israel

 

EINE JUNGE J√úDIN LERNT JESCHUA KENNEN

Vor ein paar Monaten kam A., eine j√ľngere Ballettt√§nzerin, die zusammen mit unseren √§lteren T√∂chtern Sara und Dana tanzt, um mit uns den Schabbat zu verbringen. W√§hrend wir uns √ľber verschiedene Themen unterhielten, hatten wir auch die Gelegenheit, ihr das Evangelium mitzuteilen. Einige Zeit sp√§ter hatte Sara eine weitere Gelegenheit mit viel freier Zeit, so dass sie ihre Freundin durch die Heilige Schrift f√ľhrte, bis zu dem Punkt, dass A. sie sp√§ter fragte, was sie tun soll, wenn alle Gl√§ubigen von der Erde entr√ľckt werden.

Mit anderen Worten: A. bekam ein gro√ües Wissen √ľber Theologie (einschlie√ülich Eschatologie), war aber noch nicht bereit, Jeschua als ihren Erretter anzunehmen. Beide Tatsachen w√ľrden besser verstanden werden, wenn man ihren sephardischen (marokkanischen) Hintergrund kennt. Wie viele Juden der √§lteren Generation dieser Kultur, lehrten A.s Eltern ihre Kinder, der Tradition gem√§√ü religi√∂s zu sein: einer ihrer √§lteren S√∂hne wurde sogar orthodox.

Nat√ľrlich haben wir alle daf√ľr gebetet, dass Gott sie bereit macht, seinen einzigen Weg zum ewigen Leben anzunehmen. Vor zwei Tagen, als Vicka, Naomi und ich nach Tel Aviv fuhren, wo ein Freund mich bat, im Schabbat-Gottesdienst in seiner Gemeinde zu lehren, rief uns Sara an und bat darum, gleich zu beten, weil sie ein ernstes Gespr√§ch mit ihrer Freundin f√ľhren wollte. Wir beteten sogleich im Auto und auch einige Zeit sp√§ter zusammen mit unserem Freund und seiner Gemeinde. Wie gl√ľcklich waren wir, als wir sp√§ter am Abend erfuhren, dass A. mit Sara gebetet und Jeschua eingeladen hatte, ihr Herr und Retter zu werden! Jetzt haben wir eine neue j√ľngere (viel j√ľngere) Schwester im Messias! Halleluja!

Bitte beten Sie f√ľr A., dass ihre Beziehung zum Herrn w√§chst. Bitte beten Sie auch f√ľr Sara; A. war die erste Person in ihrem Leben, die sie zum Herrn bringen durfte. Was Vicka und mich betrifft, so haben wir das Gef√ľhl, dass wir mit dieser neuen geistlichen Geburt, die von unserer Tochter unterst√ľtzt wurde, beide mit himmlischen Medaillen belohnt wurden. Was sollte besser sein, als zu sehen, wie die eigenen Kinder zur Ehre Gottes gebraucht werden!

Mitarbeiter in Israel

 

WAS KOSTET ES UNS?

Bei einem Stra√üeneinsatz Anfang Januar dieses Jahres traf ich Menschen unter den Obdachlosen, die nicht obdachlos sind. Das lie√ü mich lange nicht in Ruhe. Ich wusste bereits, dass die Szene in Hannover im Vergleich zu den anderen St√§dten besonders hart ist. Als ich aber erfahren habe, dass sie aus ihren Wohnungen einfach von der Einsamkeit fliehen, dachte ich √ľber unsere Gesellschaft nach. L√§cheln wir uns noch an? Freuen wir uns noch √ľber ein Gespr√§ch mit dem Nachbarn? Wann haben wir uns das letzte Mal gegenseitig eingeladen? Wie sch√∂n ist es, ein Licht in die Dunkelheit dieser Gesellschaft hineinzubringen!

Wir waren in der City unter den Br√ľcken und zu den bekannten ‚ÄěHotspots‚Äú unterwegs; es war kalt und regnerisch. Fast alle haben sich sehr √ľber warme Suppe und Kaffee gefreut. Mir fiel aber positiv auf, dass einige sich mehr gefreut haben, als sie erfuhren, dass es f√ľr sie noch Hoffnung gibt, dass Gott ihnen eine neue Chance in Jeschua gibt! Wie sehr sie es brauchen, das ‚ÄěLicht f√ľr diese Welt‚Äú und das ‚ÄěSalz f√ľr diese Erde‚Äú!

Was kostet es uns, zwei Thermosflaschen warmen Kaffee in den Rucksack oder auf einen kleinen Wagen zu stellen und zu ihnen zu gehen, zum ‚ÄěRand der Gesellschaft‚Äú? Nein, nicht alle wollen es h√∂ren, dass Jeschua sie liebt, einige sind sehr verh√§rtet, aber die Tasse Kaffee ‚Äěpredigt‚Äú immer‚Ķ

Johann Kelsch, Hannover

 

Januar 2021

EVANGELISATION UNTER ALLEN UMST√ĄNDEN

Vor zwei Wochen, kurz bevor ich nach einem Radiobeitrag wieder zuhause ankam, erreichten mich zwei Telefonanrufe. Der erste kam von Sarah*, die mir gleich erz√§hlte, dass sie religi√∂se J√ľdin ist. Ihr Vater ist Mitglied der orthodoxen Synagoge und sie besucht eine Gruppe f√ľr orthodoxe Frauen. Sie sei so bewegt gewesen von meinem Beitrag, dass sie sich gleich entschieden habe, unsere Zoom-Bibelgruppe zu besuchen.

Der andere Anruf kam von Irina*, die ebenfalls j√ľdisch ist und erst k√ľrzlich Witwe wurde. Sie sei sehr niedergeschlagen und habe keinen Lebenswillen mehr. Sie habe schon fr√ľher mehrmals meinem Radioprogramm zugeh√∂rt. Jedes Mal habe sie danach anrufen wollen, doch irgendetwas habe sie abgehalten. Doch das heutige Thema habe sie besonders ber√ľhrt, sodass sie gewusst habe, sie m√ľsse mich nun endlich anrufen.

Als beide kurz danach unsere Zoom-Gruppe besuchten, stellte sich heraus, dass die beiden vor 15 Jahren Arbeitskolleginnen gewesen waren und dass beide seitdem versucht hatten, einander wiederzufinden! Von Montag bis Freitag trafen wir uns jeden Abend online und sind systematisch die gro√üen Punkte der Bibel durchgegangen. Beide waren sehr aufmerksam dabei und haben viele Fragen gestellt. Am Freitag haben wir √ľber das Thema ‚Äěder Messias‚Äú gesprochen. Am Ende dieses kurzen Intensivkurses haben sie beide ein √úbergabegebet mit mir gesprochen.

Nun werden sie jedoch beide Probleme mit ihren religiösen Verwandten und Bekannten haben, die ihnen möglicherweise einreden wollen, dass wir eine Sekte seien, und mit allen möglichen typischen Einwänden kommen könnten. Es ist wirklich sehr schwer, diesen Kampf zu gewinnen, gerade zu Beginn dieses geistlichen Weges.

*Die Namen wurden geändert.

Kirill Swiderski, Chicago