Zeugnisse unserer Mitarbeiter Januar/Februar 2021

März 2021

VIEL BESSER ALS JE ZUVOR

Seit März 2020 traf sich nämlich unsere Ets Haim (Baum des Lebens) Gemeinde ausschließlich online für Gottesdienste, Bibelstudium, und Gebet. Die einzige sehr geschätzte Ausnahme war das Laubhüttenfest im Herbst, zu dem wir uns um eine echte Laubhütte versammelten. Für einige war das aber eine riesige Bereicherung: „Das ist ja viel besser als je zuvor!“, meinte Vladimir* (Name geändert) neulich. Und tatsächlich, unser neues Diskussions-Format, dass wir für unsere online-Gottesdienste eingeführt haben, beteiligt alle Gottesdienstteilnehmer bei der Suche nach der Wahrheit in der Bibel. Das Lernen passiert dabei viel effektiver. „Hast du gehört, wie Vladimir* heute geantwortet hat?“ staunen Vita und ich oft. Ein jüdischer Mann und fester Teil unserer Gemeinde, der von sich sagen würde, dass er den Bund mit Jeschua noch nicht eingegangen ist, dabei aber weit mehr von Gott, unserer Sünde und der Rettung versteht als andere. Bitte beten Sie besonders für ihn!

Vita und Igor Swiderski, München

 

Februar 2021

JESCHUA IST UNSERE KAPPARA!

Das schönste Chanukka-Geschenk war, dass in der Chanukkawoche meine israelische jüdische Freundin Shira* (Name geändert) zu Besuch zu mir nach Hause kam. Sofort sah sie, dass meine Wohnung viele Erinnerungen an Israel enthält, z.B. das Gemälde an der Wand mit dem Bild der Klagemauer und der Altstadt Jerusalems. Shira ist sehr liberal und anti-religiös eingestellt und war dann sogleich bei ihrem kritischen Thema. Ich erzählte ihr, wie Jeschua in mein Leben kam und ich dann die Kirche, in der ich aufwuchs, verließ, – „ein religiöses System mit vielen menschengemachten Regeln … Jeschua aber schenkt das echte neue Leben und eine persönliche Beziehung“ … „Jeden Tag hilft er mir, täglich bete ich zu ihm“, erklärte ich ihr. Ich konnte ihr das Evangelium erklären, dass Jeschua sein Leben für meine Lebensschuld hingegeben hat … „Wieso? Du oder ich – wir haben doch keine Lebensschuld“ warf sie ein. Ich erklärte ihr, dass Elohim (Gott) heilig ist und wir mit unseren Fehlern vor dem heiligen Gott nicht bestehen können, dass Jeschua unsere „Kappara“ (Bedeckung für unsere Sünden) – das reine und fehlerlose „Seh haElohim“ (Lamm Gottes), ist. So stellte Shira mir zu meinem großen Erstaunen immer neue Fragen. Ich sagte ihr, dass es nicht darum gehe, 613 jüdische Gesetze einzuhalten, sondern wir gemäß der Tora Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzem Gemüt lieben sollen und den Nächsten wie uns selbst. „Dann haben wir das ganze Gesetz erfüllt“. Sie schien nachdenklich zu werden. Wir zündeten die Kerzen an der Chanukkia an und betrachteten gemeinsam den hebräischen Vers aus 2. Samuel 22,29: „Herr, du bist mein Licht, du, Herr, hast meine Finsternis erhellt.“  – Dieses Treffen mit Shira war für mich das schönste Chanukka-Geschenk.

Bitte betet für Shira und ihren Mann Avi* sowie die ganze Familie, dass sie von Jeschuas Liebe angezogen werden und Ihn als ihren Messias sehen können, dass die ausgestreuten Samen viel Frucht bringen werden. Oh wie sehr wünsche ich mir noch mehr solcher Begegnungen in diesem neuen Jahr!

Brigitte Weghaus, Berlin

 

DIE ÄRZTE HABEN KEINE ERKLÄRUNG

In unserer Gemeinde gibt es ein Ehepaar. Und kürzlich stellten wir fest, dass sie kaum Kontakt zu anderen haben und wenig mit anderen Geschwistern kommunizieren. Wir fragten, was los sei. Bei einer medizinischen Untersuchung stellte sich heraus, dass die Frau einen Tumor hatte.  Unsere Gemeinde begann für sie zu beten. Nach einer Weile wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert, um sie für die Operation vorzubereiten. Sie war sehr besorgt und ängstlich davor, dass wegen des Tumors ihre weiblichen Organe entfernt werden müssten und die Biopsie bestätigen würde, dass es sich um Krebs handelte. Am Tag der Operation haben wir besonders intensiv gebetet.

Wir hatten einen Tag lang keine Nachricht von ihr und waren alle sehr besorgt. Endlich meldete sich ihr Mann und teilte uns mit, dass es eine Operation gab, aber der Tumor nicht entfernt wurde, – weil er nicht da war! Vor der Operation hatte seine Frau drei Untersuchungen, es gab Röntgenbilder, und alle zeigten einen Tumor. Aber als die Ärzte anfingen, sie zu operieren, stellte sich heraus, dass es keinen Tumor gab. Die Ärzte haben keine Erklärung. Sie sagten der Patientin, die sich gerade von der Anästhesie erholte, nicht einmal sofort Bescheid. Ehre sei Gott, der die Gebete derer hört, die auf ihn hoffen!

Mitarbeiter in Israel

 

DER HERR GIBT KRAFT

Wir beten und suchen nach Möglichkeiten, unseren Dienst zu verbessern, aber es ist eine Herausforderung. Es gab eine Zeit, da wollten unsere Hände ermatten, und wir hatten keine Kraft mehr, weiterzumachen.  Aber der Herr gibt Superkraft.  Zum Beispiel N., er nahm an unseren Freizeiten teil und half sogar als Leiter mit. Aber nach der Armee verschwand er, wurde ein Drogendealer und hatte Probleme mit der Polizei. In unserem letzten Camp bat er darum, uns besuchen zu dürfen. Ich hatte ein tolles Gespräch mit ihm.  Nach einer Weile schloss er Frieden mit seiner Mutter. Während der Quarantäne kommunizierten wir weiter und beteten. Als es eine hohe Arbeitslosigkeit gab, konnte er eine perfekte Arbeit finden. Er brach alle Kontakte zu alten Freunden ab, mietete eine Wohnung und begann ein neues Leben. Vor ein paar Tagen rief er mich an und sagte, er sei so glücklich, weil er zur Gemeinde zurückgekehrt sei.

Mitarbeiter in Israel

 

ENTFACHEN DES GLAUBENS

Während die Einschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 weiterhin gelten, beten wir für kreative und effektive Wege, um die Menschen um uns herum zu erreichen. In den vergangenen Wochen konnten wir Heizkörper und Decken an Neueinwanderer verteilen. Dem Herrn sei Dank, können wir durch diesen Dienst die Herzen der Menschen erreichen und ihren Glauben an das Gute neu entfachen.

Die hohen Preise für Wohnraum und Lebenshaltung zwingen viele Rentner jedoch dazu, aus Mietwohnungen in Wohnheime zu ziehen. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die in Israel keine Rente erhalten können und gezwungen sind, Sozialhilfe im Alter zu beantragen. Viele dieser Omas und Opas, sind im Rentenalter eingewandert und hatten keine Möglichkeit, eine neue Karriere in ihrer historischen Heimat zu verfolgen. Das Leben in einem israelischen Wohnheim unterscheidet sich grundlegend von Pflegeheimen. In der Tat sind dies nur preiswerte, kleine Apartments mit eigener Küche und eigenem Bad. Sie verfügen über die nötigen Annehmlichkeiten, aber das reicht meist nicht aus. Das Alter nimmt den Menschen manchmal nicht nur ihre frühere Schönheit und Gesundheit, sondern auch die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen und warmes Essen zuzubereiten. Unsere Gemeinde hat daher die Initiative ergriffen, um älteren Einwanderern, die in 2 Wohnheimen in Haifa leben, wöchentlich warme Mahlzeiten anzubieten.

Unsere Mitarbeiter in Israel

 

EINE JUNGE JÜDIN LERNT JESCHUA KENNEN

Vor ein paar Monaten kam A., eine jüngere Balletttänzerin, die zusammen mit unseren älteren Töchtern Sara und Dana tanzt, um mit uns den Schabbat zu verbringen. Während wir uns über verschiedene Themen unterhielten, hatten wir auch die Gelegenheit, ihr das Evangelium mitzuteilen. Einige Zeit später hatte Sara eine weitere Gelegenheit mit viel freier Zeit, so dass sie ihre Freundin durch die Heilige Schrift führte, bis zu dem Punkt, dass A. sie später fragte, was sie tun soll, wenn alle Gläubigen von der Erde entrückt werden.

Mit anderen Worten: A. bekam ein großes Wissen über Theologie (einschließlich Eschatologie), war aber noch nicht bereit, Jeschua als ihren Erretter anzunehmen. Beide Tatsachen würden besser verstanden werden, wenn man ihren sephardischen (marokkanischen) Hintergrund kennt. Wie viele Juden der älteren Generation dieser Kultur, lehrten A.s Eltern ihre Kinder, der Tradition gemäß religiös zu sein: einer ihrer älteren Söhne wurde sogar orthodox.

Natürlich haben wir alle dafür gebetet, dass Gott sie bereit macht, seinen einzigen Weg zum ewigen Leben anzunehmen. Vor zwei Tagen, als Vicka, Naomi und ich nach Tel Aviv fuhren, wo ein Freund mich bat, im Schabbat-Gottesdienst in seiner Gemeinde zu lehren, rief uns Sara an und bat darum, gleich zu beten, weil sie ein ernstes Gespräch mit ihrer Freundin führen wollte. Wir beteten sogleich im Auto und auch einige Zeit später zusammen mit unserem Freund und seiner Gemeinde. Wie glücklich waren wir, als wir später am Abend erfuhren, dass A. mit Sara gebetet und Jeschua eingeladen hatte, ihr Herr und Retter zu werden! Jetzt haben wir eine neue jüngere (viel jüngere) Schwester im Messias! Halleluja!

Bitte beten Sie für A., dass ihre Beziehung zum Herrn wächst. Bitte beten Sie auch für Sara; A. war die erste Person in ihrem Leben, die sie zum Herrn bringen durfte. Was Vicka und mich betrifft, so haben wir das Gefühl, dass wir mit dieser neuen geistlichen Geburt, die von unserer Tochter unterstützt wurde, beide mit himmlischen Medaillen belohnt wurden. Was sollte besser sein, als zu sehen, wie die eigenen Kinder zur Ehre Gottes gebraucht werden!

Mitarbeiter in Israel

 

WAS KOSTET ES UNS?

Bei einem Straßeneinsatz Anfang Januar dieses Jahres traf ich Menschen unter den Obdachlosen, die nicht obdachlos sind. Das ließ mich lange nicht in Ruhe. Ich wusste bereits, dass die Szene in Hannover im Vergleich zu den anderen Städten besonders hart ist. Als ich aber erfahren habe, dass sie aus ihren Wohnungen einfach von der Einsamkeit fliehen, dachte ich über unsere Gesellschaft nach. Lächeln wir uns noch an? Freuen wir uns noch über ein Gespräch mit dem Nachbarn? Wann haben wir uns das letzte Mal gegenseitig eingeladen? Wie schön ist es, ein Licht in die Dunkelheit dieser Gesellschaft hineinzubringen!

Wir waren in der City unter den Brücken und zu den bekannten „Hotspots“ unterwegs; es war kalt und regnerisch. Fast alle haben sich sehr über warme Suppe und Kaffee gefreut. Mir fiel aber positiv auf, dass einige sich mehr gefreut haben, als sie erfuhren, dass es für sie noch Hoffnung gibt, dass Gott ihnen eine neue Chance in Jeschua gibt! Wie sehr sie es brauchen, das „Licht für diese Welt“ und das „Salz für diese Erde“!

Was kostet es uns, zwei Thermosflaschen warmen Kaffee in den Rucksack oder auf einen kleinen Wagen zu stellen und zu ihnen zu gehen, zum „Rand der Gesellschaft“? Nein, nicht alle wollen es hören, dass Jeschua sie liebt, einige sind sehr verhärtet, aber die Tasse Kaffee „predigt“ immer…

Johann Kelsch, Hannover

 

Januar 2021

EVANGELISATION UNTER ALLEN UMSTÄNDEN

Vor zwei Wochen, kurz bevor ich nach einem Radiobeitrag wieder zuhause ankam, erreichten mich zwei Telefonanrufe. Der erste kam von Sarah*, die mir gleich erzählte, dass sie religiöse Jüdin ist. Ihr Vater ist Mitglied der orthodoxen Synagoge und sie besucht eine Gruppe für orthodoxe Frauen. Sie sei so bewegt gewesen von meinem Beitrag, dass sie sich gleich entschieden habe, unsere Zoom-Bibelgruppe zu besuchen.

Der andere Anruf kam von Irina*, die ebenfalls jüdisch ist und erst kürzlich Witwe wurde. Sie sei sehr niedergeschlagen und habe keinen Lebenswillen mehr. Sie habe schon früher mehrmals meinem Radioprogramm zugehört. Jedes Mal habe sie danach anrufen wollen, doch irgendetwas habe sie abgehalten. Doch das heutige Thema habe sie besonders berührt, sodass sie gewusst habe, sie müsse mich nun endlich anrufen.

Als beide kurz danach unsere Zoom-Gruppe besuchten, stellte sich heraus, dass die beiden vor 15 Jahren Arbeitskolleginnen gewesen waren und dass beide seitdem versucht hatten, einander wiederzufinden! Von Montag bis Freitag trafen wir uns jeden Abend online und sind systematisch die großen Punkte der Bibel durchgegangen. Beide waren sehr aufmerksam dabei und haben viele Fragen gestellt. Am Freitag haben wir über das Thema „der Messias“ gesprochen. Am Ende dieses kurzen Intensivkurses haben sie beide ein Übergabegebet mit mir gesprochen.

Nun werden sie jedoch beide Probleme mit ihren religiösen Verwandten und Bekannten haben, die ihnen möglicherweise einreden wollen, dass wir eine Sekte seien, und mit allen möglichen typischen Einwänden kommen könnten. Es ist wirklich sehr schwer, diesen Kampf zu gewinnen, gerade zu Beginn dieses geistlichen Weges.

*Die Namen wurden geändert.

Kirill Swiderski, Chicago