Zeugnisse unserer Mitarbeiter Juni/Juli 2021

GOTT SEGNET SEIN VOLK

Es ist so wunderbar, mitteilen zu können, wie Gott weiterhin Sein Volk durch Sie und uns segnet. Wir sind dabei, uns daran zu gewöhnen, mit dem Virus zusammen in einer neuen Realität zu leben. Für den Sommer hatten wir viele Pläne und die meisten davon haben sich erfüllt. Ich musste vieles ändern. Ursprünglich wollten wir große Projekte mit vielen Leuten machen. Wir wollten ein Kindercamp für 100 Kinder veranstalten, große Gruppen zu Versammlungen einladen, Jugendfreizeiten organisieren und hatten noch weitere Ideen. Aber weil die meisten Israelis in diesem Jahr nicht wie üblich in den Ferien ins Ausland geflogen, sondern zu Hause geblieben sind, hatten wir ein Problem. Israel ist ein winziges Land mit einer großen Bevölkerung und es hat sich als schwierig erwiesen, einen Campingplatz, einen Freizeitort usw. zu finden, da die Leute alle Plätze für den ganzen Sommer im Voraus gebucht hatten.

Aus diesem Grund änderten wir unsere Pläne und begannen, alles für kleinere Gruppen von 20-30 Personen zu machen. Der Herr segnete uns und ließ uns die Früchte sehen. Wir verbrachten vier Tage mit einer Gruppe von Holocaust-Überlebenden in einem Hotel am See Genezareth. Das Ziel war, ihnen zu ermöglichen, Ruhe und Gemeinschaft mit Gott und untereinander zu haben. Jeden Tag, morgens und abends, versammelten wir uns zu zweistündigen Treffen, bei denen wir das Wort Gottes hörten, Ihn mit Liedern verherrlichten, diskutierten und beteten. Nach zwei Stunden wollte dann niemand gehen und so setzten wir unser Treffen fort. Während der Reise bat fast jeder darum, für ihn zu beten – und das war ein Segen. Einer unserer Freunde, der 86 Jahre alt ist und in den letzten Jahren sehr schwer krank war, aber trotzdem mit uns mitkam, sagte: „Ich war wie ein trockener Baum, aber auf dieser Reise bin ich dank Ihnen und Gott zum Leben erwacht, als ob jemand lebendiges Wasser über mich gegossen hätte und ich wieder zu blühen begann. Ich danke Ihnen.“ Für mich sind das die besten Worte der Dankbarkeit.

Wir konnten auch Kinderfreizeiten durchführen und planen zwei weitere. Jede war ein besonderer Segen; der Herr schickte uns neue Kinder aus ungläubigen Familien und sie saugten das Wort Gottes wie Schwämme auf und ihre Augen leuchteten. Slavna und ich besuchen weiterhin die Menschen zu Hause, beten und studieren die Bibel mit ihnen. Dank Ihrer Unterstützung und Ihrer Gebete haben wir jeden Tag die Möglichkeit, mit der Liebe und dem Licht unseres Herrn Jesus Christus zu dienen.

Mitarbeiter, Israel

 

 

HINEINGEBOREN IN DAS REICH GOTTES

Bei einer Gelegenheit wurde unser jüngstes Kind Naomi zu einer Geburtstagsfeier mit einer Gruppe anderer Teenager eingeladen, von denen die meisten aus gläubigen Familien stammten. Während sie auf der einen Seite des Hofes feierten (und die Eltern sich auf der anderen Seite versammelten), ging Vicka ins Haus in die Küche, um etwas zu holen. Während sie im Haus war, bemerkte sie, dass ein Mädchen ganz allein im Wohnzimmer saß und sich offensichtlich über etwas aufregte. Sie begann das Gespräch mit ihr und fand bald heraus, dass das Mädchen, Michal (nicht ihr richtiger Name), vor kurzem ein sehr schlechtes Erlebnis hatte, das sie emotional beeinträchtigte, und nun war sie nicht in der Stimmung, an der Party teilzunehmen. Sie wohnte außerhalb der Stadt und ihre Eltern würden sie erst am nächsten Tag abholen.                                                                                                                             Vicka sprach weiter mit Michal und erzählte ihr von Jeschua, der ihr helfen könnte, mit allen Problemen umzugehen, einschließlich der schlechten Erfahrung, die sie gemacht hatte. Trotz der Tatsache, dass Michal aus einer gläubigen Familie kam, hatte sie Jeschua nie als ihren Retter in ihr Leben eingeladen; aus irgendeinem Grund hatte ihr niemand, weder in ihrer Gemeinde noch zu Hause, jemals von der Notwendigkeit dessen erzählt. Unnötig zu erwähnen, dass Vicka und Michal zusammen beteten und dieser kostbare Teenager wurde in das Reich Gottes hineingeboren. Halleluja!

Zwei Tage später bekam ich einen Anruf von Michals Freundin Ariella (nicht ihr richtiger Name), diejenige, auf deren Geburtstagsfeier wir uns kennengelernt hatten. Michal erzählte Ariella von ihrer Gebetserfahrung und ihre Freundin wollte mehr erfahren. Sie ist auch ein Kind aus einer gläubigen Familie und wurde leider auch nie auf die Idee gebracht, Jeschua in ihr Leben einzuladen (ich frage mich, was die Ältesten der Gemeinden, in denen diese Mädchen aufgewachsen sind, zu hören erwarten, wenn sie den Herrn treffen werden). Nach einem kurzen Gespräch am Telefon führte ich Ariella zu Jeschua, den sie unter Tränen einlud, ihr Herr und Retter zu werden. Wir bereiten sie jetzt schon auf die Taufe vor, die stattfinden soll, wenn das Wasser des Jordans ein wenig wärmer sein wird.

Mitarbeiter in Israel

 

GEMEINSAMES BIBELLESEN

Ein Wunsch ist wahr geworden! Vor einiger Zeit dachte ich (David), dass ich gerne mit Uri* die Bibel lesen würde und fragte ihn danach. Leider war er wenig begeistert. Aber vor ein paar Wochen hatte ich meinen Fuß verstaucht und daher „musste“ Uri nun zu uns kommen (weil er sonst wegen Corona nicht so gerne nach draußen ging). Und so saßen wir auf der Couch und er meinte, dass er gerne in dem Buch lesen würde, was bei uns im Regal steht. Ich wusste gar nicht, dass da auf Hebräisch Jeschua steht und umso überraschter war ich, dass er von sich aus darin lesen wollte! Und so lasen wir nicht nur das Vorwort von dem künstlerisch gestalteten Neuen Testament, sondern wir haben jedes Mal weiter im Matthäusevangelium gelesen! Hallelujah! Möge Gott durch sein Wort Uri tief im Herzen berühren.

*Name geändert

David Haupt, Berlin

 

GOTT ANTWORTET SCHNELL

Danke für Ihre Gebete. Das kommt immer pünktlich an. Ein Beispiel: als Jüdisch Messianische Gemeinde haben wir mehrere Projekte in Israel und auch in der Ukraine. Außer an dem Waisenhaus-Projekt in Lubni/Ukraine, das wir mit Gebet, Finanzen und biblischer Lehre unterstützen, nehmen wir noch an einem Projekt in Kiev teil. Dabei geht es um die Integration von Kindern aus Internaten ins Berufsleben. Laut Statistik landen die Kinder nach dem Internat zu 80% in der Prostitution oder werden kriminell. Sinn des Projekts ist, die Kinder in ihren zwei letzten Jahren im Internat zu begleiten und ihnen die ersten Schritte ins Berufsleben zu zeigen. Also bereiteten die Geschwister in Kiev einen Besuch in einer Glasfabrik und in einem großen Frisörsalon vor. Außerdem war noch ein Finanzseminar geplant. Im Glauben bestellten sie zwei Busse. Ein Problem gab es jedoch – es gab noch kein Geld. So gingen die Geschwister auf die Knie und baten den Himmlischen Vater um Geld, denn der Zahltermin kam immer näher.

Zur gleichen Zeit legte Gott uns in Hannover auf´s Herz, das Projekt in Kiev wieder mal mit 500,- Euro zu unterstützen. Am gleichen Abend informierte ich die zuständige Schwester. Sie stand gerade vom Gebet auf und war einfach überwältigt, dass Gott so schnell antwortete; das war die Summe, die ihnen fehlte.

Johann Kelsch, Hannover